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Wenn Sie trauern...
Der schwerwiegende Verlust eines nahen Angehörigen
erschüttert Sie und bringt Sie aus dem Gleichgewicht.
Das Fundament,
auf dem das eigene Leben beruht,
wankt und trägt nicht mehr.

In Ihrer Trauer
begegnen Sie sich in einer Weise,
in der Sie sich selber fremd sind:
„Ich kenne mich so nicht, so schwach, so klein, so hilflos“.
Die geltende
Norm verlangt von Ihnen,
dass Sie bald wieder funktionieren.
Doch wer
trauert, braucht Geduld,
Zeit, den eigenen Weg zu finden.
Da ist ein Land
der Lebenden
und ein Land der Toten.
Die Brücke zwischen
ihnen ist die Liebe -
das einzig Bleibende,
der einzige Sinn.
(Thornton
Wilder)

„Der Tod
ordnet die Welt neu.
Scheinbar hat sich nichts verändert.
Und doch ist alles anders geworden“.
(Antoine de
Saint Exupéry)
Der Weg vor
Ihnen ist unendlich lang, dunkel und ohne Ziel.
Ihre Gefühle in der Zeit der Trauer sind eine Erfahrung,
die Sie in die tiefsten Tiefen wirft.
Vielleicht haben
Sie das Gefühl, Sie werden ver -
rückt.
Vielleicht haben Sie Angst vor der Gegenwart mit ihren
Anforderungen
und Angst vor der Zukunft, die Sie allein bestehen müssen.
Vielleicht sind
vertraute Menschen in Ihrer Umgebung sprachlos, hilflos
und ziehen sich zurück.
Und vielleicht
verstehen Sie nicht, dass Trauer so lange dauern kann.
Trauer sucht
das Gespräch.
Der Austausch in
der Gruppe hilft, sich erinnern zu dürfen,
sich mit der Trauer auseinander zu setzen, Ermutigung zu
erleben
und eigene Ressourcen zu aktivieren.

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