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Letzte Aktualisierung: 24.04.2012

   

Trauergruppen für verwaiste Eltern
Leben mit dem Tod eines Kindes

Wenn du bei Nacht
den Himmel anschaust,
wird es dir sein,
als lachten alle Sterne,
weil ich
auf einem von ihnen wohne,
weil ich
auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können!

(Antoine de Saint-Exupéry)   

Ein Kind zu verlieren ist eine schlimme Erfahrung und mit viel Schmerz, Trauer, Verzweiflung, Anklagen und Hoffnungslosigkeit verbunden. Oft finden Trauernde keine Worte für den großen Schmerz nach dem Verlust eines Kindes, dabei spielt es keine Rolle, wann und zu welchem Zeitpunkt ein geliebter kleiner Mensch stirbt und aus welchem Grund. Der Tod eines Kindes ist kein Tabu und sollte auch nicht als ein solches behandelt werden.
Trauer ist eine sehr persönliche und schwerwiegende Erfahrung, entsprechend verschieden sind die Wege durch die Trauer. Viele Eltern hoffen, mit dem Tod des Kindes selber fertig zu werden, und sie erleben, dass Angehörige und Freunde zur Tagesordnung zurückkehren, und sie bleiben mit ihrem Kummer allein.

Sie erleben, dass die Trauer um den Verlust des Kindes ihre Lebenstüchtigkeit einschränkt. Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, unkontrollierte Wutausbrüche – eine endlose Zahl von Symptomen können eine starke Eigendynamik entwickeln, so dass die Eltern kaum eine Chance haben, sich mit ihrer Trauer alleine wieder zurechtzufinden. Sie müssen den Weg durch die Trauer gehen, wissen jedoch nicht wie.



Mohn, Symbol für Trauer


Worüber wird in den Trauergruppen gesprochen? 

Das ist völlig unterschiedlich und richtet sich nach den TeilnehmerInnen. Die besonderen Themenkreise, die in der Gruppe zur Sprache kommen können, sind z.B.: das Warten darauf, dass das Kind wiederkommt, das Gefühl der Leere (leerer Bauch, leere Arme, leere Wohnung, leere Zeit), das Erlebnis eines ständigen inneren Dialogs mit dem Kind, Gefühle von Schuld und Versagen, das Hadern mit Gott und der Welt und vieles andere mehr.

Gibt es außer den Gesprächen noch etwas, was die Teilnehmer als hilfreich empfinden?

Ja, nämlich all das, was die Trauer tragbar macht, denn es führt kein Weg an der Trauer vorbei sondern nur durch sie hindurch, wenn sie nicht zu einer Lebensbehinderung werden soll. In der Gruppe erfahren die Menschen Zeit für Trauer, Zeit für Gemeinschaft, Zeit für Ermutigung, Zeit für Stärkung. 

Wer kann teilnehmen?

Eingeladen sind alle Eltern, die ihr Kind durch Fehlgeburt, Frühgeburt, Totgeburt oder kurz nach der Geburt verloren haben. Eltern können kommen, wie sie wollen – allein oder mit ihrem Partner – so lange teilnehmen, wie sie es wünschen und wie sie die Gruppe als hilfreich erleben. Die Betroffenen können in der Gruppe sprechen, sich einbringen oder einfach da sein und zuhören.

Der Hospiz-Verein Bergstraße e.V. bietet seit Jahren Gesprächskreise für trauernde Angehörige an. Im Herbst 2002 fand erstmalig eine „Trauergruppe für verwaiste Eltern“ statt. Zur ambulanten hospizlichen Arbeit gehört nicht nur die Sterbebegleitung, sondern auch die Unterstützung und Begleitung der Angehörigen während des Sterbe- und Trauerprozesses.
 

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Die Trauergruppe wird von Elfriede Roman-Menzel begleitet.

Sie ist Kinderkrankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe, Supervisorin und ehrenamtliche Mitarbeiterin im Hospiz-Verein Bergstraße e.V., wo sie auch Beisitzerin ist, Hospizhelferkurse leitet und Trauergruppen begleitet.

Für weitere Fragen und für die Anmeldung zur Trauergruppe wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Hospiz-Vereins Bergstraße e.V., Tel.: 06251-680404