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Bildungsprogramm 2019

wir altern, und das ist gut so, zeugt die stetig steigende Lebenserwartung doch von Fortschritt, Wohlstand und Frieden. Gleichwohl haben wir uns mit den Auswirkungen einer alternden Gesellschaft zu befassen. So stehen immer mehr Familien vor der Situation, dass einer ihrer Angehörigen pflegebedürftig wird und täglicher Unterstützung bedarf.

Das Engagement pflegender An- und Zugehöriger ist immens. Etwa 70% der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause betreut, so wie dies meist auch ihrem Wunsch entspricht. Die Betreuung wird zum großen Teil von Frauen geleistet, und sie bedeutet eine Vollzeitaufgabe.

Wir möchten diese Gruppe mit unserem Bildungsprogramm stärken: In Vorträgen und Workshops können Sie Pflegebasics erlernen und die eigene Rolle reflektieren, sich über Leistungen der Pflegeversicherung informieren und herausfinden, wie Sie bei aller Beanspruchung für sich selbst gut sorgen können. Und Sie können erfahren, woran erkennbar ist, wenn es ans Sterben geht – und was dann wichtig ist.

Neben weiteren aktuellen Angeboten für Fachkräfte und interessierte BürgerInnen bieten wir außerdem: zwei DGP-zertifizierte Zusatzqualifikationen Palliative Care, einmal für Pflegefachkräfte (160 Std.) sowie ein multiprofessionelles Angebot, das sich auch an Mitarbeiterinnen aus Verwaltung und Hauswirtschaft oder auch an Bedienstete im Rettungsdienst und medizinische Fachangestellte richtet (40 Std.).

Besonders hinweisen möchten wir auf die HospizNacht am 25. Oktober 2019. Das 25jährige Jubiläum des Hospiz-Vereins in 2019 nehmen wir zum Anlass, um den traditionellen Bergsträßer Hospiz- und Palliativtag einmal ganz anders umzusetzen: Wir laden Sie herzlich ein, mit uns in einem neuen Format über kommunale Sorgekultur ins Gespräch zu kommen und freuen uns sehr, wenn Sie sich beteiligen. Mehr dazu auf Seite 22.
Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Team der HospizAkademie Bergstraße
Doris Kellermann & Dr. Swantje Goebel
Christine Palten & Andrea Keßler
Prof. Dr. Albert Mühlum, Vorstand

Inhalt:

Möchten Sie von uns lesen?

Wir informieren in  E-Mail-Rundbriefen über unsere Veranstaltungen.

Unser Bildungsprogramm 2019 als pdf

 

Zusatzqualifikation Palliative Care für Pflegende

Zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

Kursnummer: 19-009

Termine: 24-28.6., 26-30.8., 28.10-1.11.19 und 13.-17.1.20

Ort: Altenpflegeschule, Berliner Ring 34a, 64625 Bensheim

Teilnahmegebühr: 1600 € inkl. Kursmaterialien u. Verpflegung

Zugangsvoraussetzung: exam. Fachkräfte der Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege. Empfohlen ist eine zweijährige Berufserfahrung. In Einzelfällen können Angehörige anderer Berufsgruppen zum Kurs zugelassen werden. Bitte fügen Sie Ihrer Anmeldung ein Motivationsschreiben mit Bild, einen tabellarischen Lebenslauf sowie eine Kopie der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung hinzu.

Abschluss: Zertifikat des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) und der DGP

Kursleitung: Doris Kellermann und Dr. Swantje Goebel, beide DGP-zertifizierte Kursleiterinnen

Das Kursangebot umfasst 160 Unterrichtseinheiten in 4 Blockwochen verteilt über 7 Monate. Es entspricht den Anforderungen an die Qualifikation von beruflichem Pflege- personal in der Palliativversorgung und Hospizarbeit. Grundlage ist das Curriculum von Kern, Müller, Aurnhammer.

Palliative Care ist ein ganzheitliches Konzept zur Betreuung, Begleitung und Pflege von PatientInnen mit begrenzter Lebenserwartung. Wenn eine unheilbare Krankheit weit fortgeschritten ist, gewinnt die Lebensqualität an Bedeutung. PatientInnen sowie ihre An-/Zugehörigen in dieser Zeit zu begleiten, erfordert hohe fachliche und emotionale Kompetenz, Empathie und Sensibilität für diese besondere Situation. Neben pflegerischen Aufgaben sind Pflegekräfte aufgefordert, auch den seelischen, spirituellen und zwischenmenschlichen Bedürfnissen der Betroffenen zu begegnen.

Diese Weiterbildung bietet einen geschützten Raum, um sich mit Sterben, Tod und Trauer zu befassen, den eigenen Haltungen nachzuspüren und für sich Wege zu entwickeln, mit Belastungen umzugehen. Die Erweiterung fachlicher Kompetenz in der Palliativpflege sowie eine Sensibilisierung für psychosoziale und spirituelle Aspekte sind weitere, wichtige Bausteine. Gemeinsam wird eine Perspektive erarbeitet, die symptomorientiert, kreativ, bedürfnisorientiert und ganzheitlich vorgeht.

Basiskurs Palliative Care (40 Stunden)

Zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

Kursnummer: 19-010

Termine: 11.9., 18.9., 25.9., 16.10. und 23.10.19

Ort: n.n.

Teilnahmegebühr: 400 € inkl. Kursmaterialien u. Verpflegung

Zugangsvoraussetzung: Diese multiprofessionelle Weiterbildungsmöglichkeit richtet sich an medizinische Fachangestellte, MitarbeiterInnen aus Verwaltung, Hauswirtschaft und Reinigungsdienst oder auch an Beschäftigte in Transport- und Rettungsdiensten.

Abschluss: Zertifikat des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) und der DGP

Kursleitung: Doris Kellermann und Dr. Swantje Goebel, beide DGP-zertifizierte Kursleiterinnen

Das Kursangebot umfasst 40 Unterrichtseinheiten und ist in 5 Module aufgeteilt. Es entspricht den Anforderungen an die Qualifikation von beruflichem Pflegepersonal in der Palliativ- versorgung und Hospizarbeit. Grundlage ist das Curriculum von Kern, Müller, Aurnhammer.

Palliative Care ist ein ganzheitliches Konzept zur Betreuung, Begleitung und Pflege von PatientInnen mit begrenzter Lebenserwartung. Wenn eine unheilbare Krankheit weit fortgeschritten ist, gewinnt die Lebensqualität an Bedeutung. PatientInnen sowie ihre An-/Zugehörigen in dieser Zeit zu begleiten, erfordert hohe fachliche und emotionale Kompetenz, Empathie und Sensibilität für diese besondere Situation.

Diese Weiterbildung vermittelt Grundkenntnisse und konzentriert sich auf zentrale Themen, die für eine erste Auseinandersetzung in der Versorgung und Begleitung schwerstkranker bzw. sterbender Menschen erforderlich sind. Teilnehmende werden für palliativmedizinisches und hospizliches Handeln sensibilisiert. Sie gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen.

Fortbildungen für hauptamtliche Fachkräfte

Diese Fortbildungen sind anerkannt von der "Registrierung beruflich Pflegender", Sie erhalten bei Teilnahme die entsprechenden Punkte.

Verdauungsstörungen [Palliativpflegerische, naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten]

Kursnummer: 19-001

Termin: Mi, 27.2.19, 14-17:15 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 32 €

Referentin: Christine Ryder, Pallliative-Care-Fachkraft im Hospiz Anavena in Hadamar, Lehrerin für Pflegeberufe, Psychologische Beraterin (IGNIS)

Obstipation... keiner redet gern darüber, und doch sind Verdauungsstörungen und ihre Prophylaxe ein großes Thema in Palliative Care. Betroffene und ihre Zugehörigen fragen uns oft nach naturheilkundlichen Alternativen zu den üblichen Medikamenten.
In Palliative Care können wir auf bewährte Abführschemata zurückgreifen, und gleichzeitig gilt es immer wieder, einzelfallbezogen alternative Lösungen zu finden. Denn so verschieden wir Menschen sind, so individuell sind auch unsere Verdauungsgewohnheiten und Rituale rund um diese natürlichste Sache der Welt.
Im Workshop stehen alternative, naturheilkundliche Verfahren im Mittelpunkt. Diese wollen wir im gemeinsamen Erfahrungsaustausch kennenlernen, ihre Einsatzmöglichkeiten besprechen und einige Anwendungen in praktischen Übungen selbst ausprobieren.

Krisen am Lebensende bewältigen: Atemnot, Blutung, Schmerzdurchbruch, Neurologische Krisen

Kursnummer: 19-006

Termin: Mi, ab 13.3.19, 14-16:30 Uhr, 4 Termine, 12 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 75 €

Referentin: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Gerade in der allerletzten Lebensphase kann es bei PalliativpatientInnen zu mehr oder weniger vorhersehbaren, krisenhaften Situationen und Komplikationen kommen, die für Patientin/Patient, die Zugehörigen und das medizinische Fachpersonal gleichermaßen belastend sein können. In dieser vierwöchigen Veranstaltungsreihe werden die häufigsten Herausforderungen am Lebensende besprochen und sinnvolle Therapien und Bewältigungsstrategien erläutert.

Jede Einheit kann auch einzeln gebucht werden:
19-002 Atemnot, 13.3.
19-003 Blutung, 20.3.
19-004 Schmerzdurchbruch, 27.3.
19-005 Neurologische Krisen, 3.4.
Termin und Ort siehe oben.
Für die Buchung einzelner Einheiten beträgt die Kursgebühr jeweils 22 Euro.

Fachvortrag: Spezielle Palliativmedizin bei Nichttumorerkrankungen

Kursnummer: 19-007

Termin: Mi, 10.4.19, 19-20:30 Uhr, 2 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 15 €

Punkte der Landesärztekammer: sind beantragt

Referentin: Dr. med. Angelika Schramm, Ärztliche Leitung des Palliativnetzes Bergstraße
(FÄ für Anästhesie, Palliativmedizin, spezielle Intensivmedizin, Notfallmedizin)

Grundsätzlich ist palliativmedizinische Betreuung nicht auf spezielle Krankheitsbilder beschränkt. Traditionell werden aber überwiegend PatientInnen mit Krebserkrankungen begleitet und das, obwohl in Deutschland nur einer von vier Menschen an einer Krebserkrankung verstirbt, drei von vier dagegen an anderen chronischen Erkrankungen.

Inhalt des Vortrages werden die Palliativbedürfnisse von PatientInnen mit nichtonkologischen Erkrankungen sein, unter besonderer Berücksichtigung einzelner Erkrankungen wie Herzinsuffizienz und COPD.
Die Vortragsveranstaltung richtet sich an alle medizinischen Berufsgruppen, die diese PatientInnen ambulant oder stationär versorgen.

Sprechen ohne Worte [Menschen erreichen, die nicht sprechen können]

Kursnummer: 19-008

Termin: Mi, 21.8.19, 10-17 Uhr, 7 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 61 €

Referentin: Felicia Schöner, Koordinatorin Hospizdienst Odenwald, Sonderpädagogin, systemische Supervisorin und Therapeutin

Menschen, die aufgrund von Erkrankungen und Schwäche nicht mehr sprechen können, sind häufig außerordentlich isoliert: Sie sind den Deutungen Anderer ausgesetzt, und oft wird nicht erkannt, was sie wollen und brauchen.

Uns als Begleitenden fällt die Kontaktaufnahme schwer, wir möchten alles richtigmachen und sind doch verunsichert, ob und wie wir diese Menschen wirklich erreichen können.

In diesem Seminar befassen wir uns eingehend mit der Situation nicht sprechender Menschen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir uns ihnen annähern können und wie ein stimmiger Dialog, das Vertraut werden miteinander gelingen kann. Die Teilnehmenden gewinnen so mehr Sicherheit im Umgang mit nicht sprechenden Menschen.

Kurse und Angebote für Fachkräfte, Ehrenamtliche und Interessierte

Letzte Hilfe Kurse

Kursnummer: 19-101
Termin: Sa, 16.2.19, 14 - 18 Uhr, 4 UE

Kursnummer: 19-102
Termin: Sa, 17.8.19, 14 - 18 Uhr, 4 UE

jeweils:

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 31 €

Referentinnen: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße + Co-Referentin

Wenn ein uns nahestehender Mensch absehbar sterben wird, macht uns das hilflos. Uraltes Wissen zum Sterbegeleit ist uns nicht mehr geläufig, und uns fehlen Erfahrungen im Umgang mit dem Lebensende. Dabei ist Sterbebegleitung keine exklusive Aufgabe für Professionelle oder ExpertInnen, sondern genauso in Familie und Nachbarschaft möglich.
Wir möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen. Wir vermitteln Basiswissen, Orientierungen und einfache Handgriffe. So lernen Teilnehmende, was sie für Nahestehende am Ende des Lebens tun können.

Leicht sein in der Schwere [Clownesque Annäherung an die dunklen Seiten des Lebens]

Kursnummer: 19-103

Termin: Sa, 23.2.19, 9:30-12:45 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 32 €

Referentin: Norbert Schroeder, Theologe und Personalleiter i.R., Vorstandsmitglied im Hospiz-Verein Bergstraße, humorvoller Mensch mt Grundausbildung als Clown

Wer oft mit Leid und Tod konfrontiert ist, mag seine eigene Schwere und Traurigkeit spüren. Diese in ein Krankenzimmer zu tragen, ist in der Regel nicht hilfreich. Die Figur des Clowns ist Inbegriff von Leichtigkeit, Lebensfreude und Humor – auch im Angesicht des Scheiterns. Wie es gelingen kann, die Leichtigkeit in die Schwere mitzunehmen, ist das Anliegen dieses Tages. Wir lernen Clownstypen kennen und beschäftigen uns mit der Frage, wie wir in uns die Leichtigkeit finden und entwickeln können.

Bitte bringen Sie etwas zu schreiben mit und eine Möglichkeit, sich auf den Boden zu setzen/legen (Matte, Decke).

Trauernde Kinder gut begleiten. Praxisworkshop für pädagogische Fachkräfte

Kursnummer: 19-104

Termin: Sa, 9.3.19, 9:30-12:45 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 32 €

Referentin: Karolina Stolecka-Meinert, Diplom-Psychologin, Kinder- und Jugendlichenpsycho-
therapeutin, Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche im Hospiz-Verein Bergstraße e.V.

Kinder haben ihre eigenen, altersspezifischen Vorstellungen vom Tod. Auch sie können durch einen Todesfall sehr belastet sein. In dieser Lebenssituation sind sie auf Unterstützung angewiesen.
Für pädagogische Fachkräfte bedeutet die Arbeit mit trauernden Kindern in einer Gruppe eine Herausforderung: Wie kann man dieses Kind in seiner Situation gut begleiten – und gleichzeitig auch den anderen Kindern in der Gruppe gerecht werden? Wie mit der Gruppe über diese besondere Situation sprechen?
Das Angebot richtet sich an pädagogische Fachkräfte mit entwicklungspsychologischen Grundkenntnissen. Der Fokus liegt auf praktischer Fallarbeit: Eigene Beispiele können besprochen und individuelle Lösungswege entwickelt werden.

Mein Mitarbeiter trauert. Für einen offenen Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz

Kursnummer: 19-105

Termin: Mi, 15.5.19, 9-13 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 90 €

Referentinnen: Barbara Mansfeld, Diplom-Psychologin, systemische Therapeutin und ehrenamtliche Trauerbegleiterin im Hospiz-Verein Bergstraße / Claudia Mayer, selbstständige Unternehmensberaterin, ehrenamtliche Trauerbegleiterin, Vorstand Trauerbegleitung im Hospiz-Verein Bergstraße
 
Trauer ist in unserer Gesellschaft etwas sehr Privates. Doch wenn ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin um den Tod eines Angehörigen trauert, bringt er diese Trauer mit an den Arbeitsplatz. Die meisten KollegInnen fühlen sich in einer solchen Situation überfordert, verunsichert und möchten zugleich etwas Hilfreiches sagen oder tun. Aber was?

Im Workshop haben Sie Gelegenheit, sich mit Ihren Erfahrungen aus Ihrem beruflichen Umfeld auseinanderzusetzen. Die Referentinnen vermitteln aktuelles Wissen zum Phänomen Trauer und gemeinsam erarbeiten wir Lösungen, die Ihnen mehr Handlungs- und Kommunikationssicherheit für Ihren Berufsalltag geben.

Sterbefasten. Ein hürdevoller Weg zu würdevollem Sterben

Kursnummer: 19-106

Termin: Do, 13.6.19, 19-20:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 15 €

Referentin: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Eine schon seit der Antike praktizierte, in unserer Gesellschaft dennoch lange recht unbekannte Möglichkeit, das Leben vorzeitig zu beenden, ist der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF), das so genannte Sterbefasten. Bei dieser Methode beendet der lebensmüde Mensch aus freien Stücken die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit. Für einzelne PatientInnen kann dies ein gangbarer Weg sein, wenn die Belastung am Lebensende unerträglich scheint. Sie wünschen sich Selbstbestimmung am Lebensende und die Möglichkeit, sich von den Angehörigen angemessen zu verabschieden, ohne sie und sich selbst durch einen gewaltsamen Suizid zu erschüttern.
Ganz ohne Schwierigkeiten verläuft die mitunter lange Zeit des Fastens jedoch nicht. Was dieser Weg bedeutet und welche Hürden zu überwinden sein können, wird in diesem Vortrag aufgezeigt.


Für dieses Angebot haben wir Punkte bei der Registrierung beruflich Pflegender beantragt.

Selbstbestimmung am Lebensende: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht als wichtige Instrumente

Kursnummer: 18-108

Termin: Sa, 21.9.19, 9:30-12:45 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 32 €

Referentin: Martina Strübig, Palliative-Care-Fachkraft und Koordinatorin im Hospiz-Verein Bergstraße

Spätestens seit der Debatte um Sterbehilfe und der daraus entstandenen Gesetzgebung ist das Thema Selbstbestimmung am Lebensende deutlich mehr in den Fokus gerückt. Der medizinische Fortschritt, so sehr er oft ein Segen ist, macht andererseits vielen Menschen auch Angst, gerade im Blick auf das eigene Lebensende: „Ich möchte mal nicht an Schläuche!“, ist ein häufig geäußerter Wunsch.
Was für eine gute Vorsorge sinnvoll und wichtig ist und wie Selbstbestimmung am Lebensende ganz konkret umgesetzt werden kann, ist Inhalt dieses Workshops. Ein Referat wird Einblick in die Thematik geben. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit, ihre Fragen zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu klären. Formulare zur Erstellung solcher Dokumente werden vorgestellt.

Hospizgespräche 2019

Kriegskinder  und Kriegsenkel.
[Lange Schatten einer traumatisierenden Zeit]

Termin: Do, 7.11.19, 19-20:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: Wir freuen uns über eine Spende

Referentin: Linda Herrmann-Wolhfart, Koordinatorin für Trauerbegleitung im HVB, Bensheim, evangelische Klinikseelsorgerin im Dekanat Darmstadt, Jahrgang 1967
Es ist keine Anmeldung nötig!

Die Erlebnisse des 2. Weltkriegs sind für diejenigen, die diese Zeit erlebt haben, lebensprägend und oft heute noch präsent. Wie auch die nachfolgenden Generationen davon geprägt sind, wird seit einigen Jahren beschrieben und erforscht. In diesem Hospizgespräch soll sich der Thematik aus aktueller Sicht genähert, eigene Beobachtungen reflektiert und miteinander diskutiert werden.

Angehörige und deren Potenziale in Pflegeeinrichtungen

Termin: Do, 28.11.19, 19-20:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: Wir freuen uns über eine Spende

Referentinnen: Ulrike Schaider, Gerontologin, Heimleitung / Claudia Sänger, Dipl. Sozialpädagogin, Leitung Tagespflege, beide Caritasheim Elisabeth Bensheim

Es ist keine Anmeldung nötig!

Pflegeeinrichtungen haben das Ziel, ihren BewohnerInnen ein würdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dazu gehört, ihre vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten und zu aktivieren. In welcher Hinsicht Angehörige dazu beitragen können und welche Potenziale die Zusammenarbeit für alle Beteiligten hat, ist Thema dieses Hospizgesprächs.

Verantaltungsreihe für pflegende Zugehörige

Interessieren Sie sich für die Teilnahme, wissen aber nicht, wie Sie dies mit der Betreuung Ihres Angehörigen in Einklang bringen können? Dann sprechen Sie uns gerne an und wir organisieren Ihnen eine ehrenamtliche Unterstützung für die Zeit der Veranstaltung.

Diese Veranstaltungsreihe wird großzügig unterstützt von TE Connectivity. Die Workshops können vergünstigt angeboten werden.

Basics für den Pflegealltag zu Hause [Sicherheit gewinnen, selbst gesund bleiben]

Kursnummer: 19-110

Termin: Sa, 30.3.19, 9:30  12:45 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 16 €

Referent: Stefan Clemenz, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz Bergstraße, Zusatzqualifikation spirituelle Sterbebegleitung, langjährige Erfahrung in der ambulanten Pflege

Eine nahestehende, hilfebedürftige Person zu versorgen ist eine verantwortungsvolle und umfassende Aufgabe. Pflegerische Tätigkeiten gehören dazu und sind oft mit Unsicherheiten verbunden.
Dieser Workshop will Pflegepersonen stärken und ihren Alltag erleichtern: Wissenswertes rund um die Betreuung und Versorgung zu Hause wird vermittelt, hilfreiche Handgriffe aus der Pflegepraxis werden eingeübt. Teilnehmende erhalten Gelegenheit zum Austausch über Erfahrungen und Grenzen in der Pflege Nahestehender. Möglichkeiten der Unterstützung und Entlastung werden aufgezeigt, mit dem Ziel, eine für alle Beteiligten leistbare, stabile Situation zu schaffen.

Informationsveranstaltung: Entlastung für pflegende Zugehörige – aber wie?

Kursnummer: 19-111

Termin: Do, 11.4.19, 17:30 -19 Uhr

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: kostenlos, wir freuen uns über eine Spende

Referentinnen: Maria Rief, Compass private Pflegeberatung/ Alexandra Löchelt Pflegestützpunkt des Kreises Bergstraße

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, bedeutet das für die ganze Familie eine große Umstellung im Alltag. Pflegepersonen kommen dabei schnell an ihre Grenzen.

Der Pflegestützpunkt des Kreises Bergstraße und die Compass private Pflegeberatung informieren über Möglichkeiten der Unterstützung und Entlastung für Familien im Rahmen des Leistungsangebots der Pflegeversicherungen. Welche Sozialleistungen und Hilfsangebote stehen zur Auswahl? Welche Kriterien gelten für die Inanspruchnahme? Wie funktioniert die Beantragung? Solche und weitere Fragen, auch aus dem Publikum, werden an diesem Abend besprochen.

Der Pflegestützpunkt informiert für gesetzlich Versicherte und Compass für privat Versicherte – trägerneutral und kostenlos.

Innere FreiRäume schaffen Selbstfürsorge – eine wesentliche Kompetenz in belasteten Zeiten

Kursnummer: 19-112

Termin: Sa, 4.5.19, 9:30-17:15 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 34 €

Referentin: Jutta Crombie, Business Coach, Resilienztrainerin

Wer weiß, wie erfolgreiche Selbstregulation funktioniert und verstanden hat, wie Gedanken die Emotionen und das Körperempfinden beeinflussen, hat einen entscheidenden Raum geschaffen, um souveräner und gesundheitsförderlicher mit Veränderungen umzugehen.

Dieser Workshop richtet sich an Menschen, die nach wirksamen Methoden suchen, um für sich erfolgreich FreiRäume zu schaffen und um mental und körperlich gesund zu sein und zu bleiben.

Die TeilnehmerInnen erhalten Einblicke in die Dynamiken von Veränderungen, werden sich neuer, gesundheitserhaltender Verhaltensweisen bewusst und erstellen individuelle Aktionspläne zur Schaffung der FreiRäume in ihrem Alltag.

Sterbende umsorgen, Verstorbene versorgen

Kursnummer: 19-113

Termin: Sa, 18.5.19, 9:30-12:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 34 €

Referentin: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Das Sterben eines Nahestehenden mitzuerleben macht hilflos; schwer einzuordnen und fremd sind für uns die Veränderungen in den letzten Lebenstagen und -stunden. Wie mag es dem sterbenden Menschen ergehen, was erlebt, denkt, fühlt er? Und was können wir jetzt für ihn tun?
Dieser Workshop richtet sich an pflegende Zugehörige, die sich für diese Zeit der Grenzerfahrung vorbereiten möchten. Teilnehmende erhalten praxisorientierte Hilfestellungen für das Umsorgen eines sterbenden Menschen. Auch für die Zeit nach Eintritt des Todes.

Ärztliche Fortbildungen

für folgende Veranstaltung haben wir die Anerkennung bei der Landesärztekammer beantragt

Fachvortrag: Spezielle Palliativmedizin bei Nichttumorerkrankungen

Kursnummer: 19-007

Termin: Mi, 10.4.19, 19-20:30 Uhr, 2 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 15 €

Punkte der Landesärztekammer: sind beantragt

Referentin: Dr. med. Angelika Schramm, Ärztliche Leitung des Palliativnetzes Bergstraße
(FÄ für Anästhesie, Palliativmedizin, spezielle Intensivmedizin, Notfallmedizin)

Grundsätzlich ist palliativmedizinische Betreuung nicht auf spezielle Krankheitsbilder beschränkt. Traditionell werden aber überwiegend PatientInnen mit Krebserkrankungen begleitet und das, obwohl in Deutschland nur einer von vier Menschen an einer Krebserkrankung verstirbt, drei von vier dagegen an anderen chronischen Erkrankungen.

Inhalt des Vortrages werden die Palliativbedürfnisse von PatientInnen mit nichtonkologischen Erkrankungen sein, unter besonderer Berücksichtigung einzelner Erkrankungen wie Herzinsuffizienz und COPD.
Die Vortragsveranstaltung richtet sich an alle medizinischen Berufsgruppen, die diese PatientInnen ambulant oder stationär versorgen.

Sprechen ohne Worte [Menschen erreichen, die nicht sprechen können]

Kursnummer: 19-008

Termin: Mi, 21.8.19, 10-17 Uhr, 7 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 61 €

Referentin: Felicia Schöner, Koordinatorin Hospizdienst Odenwald, Sonderpädagogin, systemische Supervisorin und Therapeutin

Menschen, die aufgrund von Erkrankungen und Schwäche nicht mehr sprechen können, sind häufig außerordentlich isoliert: Sie sind den Deutungen Anderer ausgesetzt, und oft wird nicht erkannt, was sie wollen und brauchen.

Uns als Begleitenden fällt die Kontaktaufnahme schwer, wir möchten alles richtigmachen und sind doch verunsichert, ob und wie wir diese Menschen wirklich erreichen können.

In diesem Seminar befassen wir uns eingehend mit der Situation nicht sprechender Menschen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir uns ihnen annähern können und wie ein stimmiger Dialog, das Vertraut werden miteinander gelingen kann. Die Teilnehmenden gewinnen so mehr Sicherheit im Umgang mit nicht sprechenden Menschen.

Wir sichern zu, dass die Inhalte dieser Fortbildungsmaßnahmen produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet sind.

Wir sichern zu, dass potenzielle Interessenkonflikte des Veranstalters, der wissenschaftlichen Leitung und der Referenten in einer Selbstauskunft gegenüber den Teilnehmern (z. B. erste Folie bei Vorträgen, Handout, Aushang, Hinweis in Programm, Link oder Download) offen gelegt werden.

Angaben zum Sponsoring bzw. bei Eigenveranstaltungen die Höhe der Gesamtaufwendungen: Die Gesamtaufwendungen für die Veranstaltung werden durch Einnahmen aus Teilnehmergebühren gedeckt. Eventuelle Differenzen weden über Fördergelder der Dietmar Hopp Stiftung sowie Eigenmittel des Hospiz-Vereins Bergstraße gedeckt.

Hinweis

Veranstaltungen zum Doppeljubiläum 25 Jahre Hospiz-Verein & 10 Jahre Hospiz Bergstraße

Bergsträßer HospizNacht

Sorgekultur an der Bergstraße: gemeinsam für Menschen – bis zuletzt

25. Oktober 2019, 18 Uhr-open end

An diesem Abend wollen wir uns einem Konzept widmen, das zurzeit in der internationalen Hospizlandschaft von sich Reden macht: so genannte Caring Communities. Dahinter steht die Idee, den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft gemeinschaftlich – sprich: zivilgesellschaftlich, auf kommunaler Ebene – zu begegnen, damit allen sorgebedürftigen Menschen am Lebensende die notwendige Unterstützung zukommt.
Lassen Sie uns gemeinsam eruieren, welche Strukturen an der Bergstraße vorhanden sind, welche Angebote es noch brauchen könnte und was wir in unserem sozialen Umfeld, unserer Nachbarschaft, unserem Viertel miteinander füreinander tun können – für Leben in Würde bis zuletzt.

Letzte Lieder light

Samstag 27. Juni 2020, 20 Uhr, Parktheater Bensheim, der Eintritt ist frei

Die Letzten Lieder sind keine Trauerveranstaltung, sondern vielmehr eine Feier des Lebens.
Die ergreifenden Geschichten und Musikwünsche (von
Barock bis Pop und Schlager), die Projektinitiator Stefan Weiller über Jahre hinweg bei Menschen in der letzten Lebensphase gesammelt hat, spiegeln Lebensenergie wieder.
Ein deutschlandweites Kunstprojekt.
Humorvoll und klug, tiefgründig und berührend.

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Kontakt

Hospiz-Verein Bergstraße e.V.
Margot-Zindrowski-Haus
Sandstraße 11
64625 Bensheim
Tel.: 06251-98945-0
post@hospiz-verein-bergstrasse.de