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HospizBrief Bergstraße

3/2018

Titelseite Hospiz-Brief 3/2018
 

Inhalt

  • Editorial .
  • Geistliche Grußworte
  • Die Kunst der Begleitung
  • Nicht alleine gehen - Beistand am Lebensende
  • SAPV - spezialisierte ambulante Palliativversorgung
  • Was passiert, wenn ein Mensch stirbt?
  • Trauerbegleitung - einfach gut
  • Angebote für Trauernde
  • HospizAkademie: das Lebensende bedenken
  • Der Hospizgarten, ein Juwel – nicht nur für Hospizgästen
  • Verwaltung hält anderen Teams den Rücken frei
  • Hospiz Bergstraße - wir stellen uns vor -  Die Pflegedienstleitung im Hospiz Bergstraße -  Die Pflege – und so viel mehr als das
    -  Komplementäre Angebote für unsere Gäste – Musiktherapie und Kunst- und Gestalttherapie
    - Köchinnen sprechen alle Sinne an- Starke Säule Ehrenamt und Sozialberatung für Gäste und Angehörige  
    - Unser Hausmeister  
    - Unsere Verwaltung - Geschäftsführung
  • Impulse-Stiftung
  • Aktuelles
     - Heilsames Singen mit Jutta Weis
    - Ausstellung "Werkschau"
    - Ehrenamtliche für die Abendstunden gesucht - weitere offene Stellen
    - Save the date: Hospiznacht 2019 - Wir bitten um Ihre Unterstützung: Unterrichtsmaterial für die Hospizarbeit - Abschied von Meditation am Abend und Ehrenamtscafè - Dank an die Verantwortlichen dorthin
    - Spendenkonten

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie kennen vermutlich das Gedankenspiel: Welche wichtigsten Gegenstände würden Sie auf eine einsame, unbewohnte Insel mitnehmen? Viel seltener wird erkundet, welche Person mitkommen sollte. Das wird wohl kaum an der Bedeutsamkeit von Begleitung liegen, sondern eher an der Scheu, etwas Intimes preiszugeben. Gar nicht gefragt wird bei diesem Spiel, was denn die gewünschten Begleitpersonen davon halten würden...
Genau dieser Perspektivwechsel liegt aber dem heutigen Themenheft zu Grunde. Es stellt hospizliche Weg-
Begleiterinnen vor und lässt sie zu Wort kommen, nicht spielerisch, sondern mit Blick auf die Begleitung von Personen auf der wohl schwierigsten Wegstrecke des Lebens: dem Sterben und der Trauer.
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ Der tiefgründige Satz Martin Bubers erschließt sich kaum im Blick auf Alltagsroutinen, aber immer dann, wenn es „persönlich“ wird. Persona (lat. Maske, Rolle) lässt sich von per sonare (= hindurch tönen) herleiten. Denn in der Antike trugen die Schauspieler überlebensgroße Theatermasken vor sich her, die sie stimmlich durchdringen mussten. Unser Personbegriff knüpft daran an, meint aber gerade nicht die Maske, sondern das Wesentliche, Einzigartige, Unverwechselbare eines Menschen. Echte Begegnung lässt etwas von dieser Personwürde aufleuchten und wird daher als fruchtbar und beglückend erlebt. Deshalb sind Authentizität und Achtsamkeit so wichtig für gute Zusammenarbeit und für jedes gelingende Zusammenleben.
Zurück zur Weg-Begleitung: Sie ist nicht nur ein Alltagsthema — wer ist schon gern ganz alleine unterwegs? –, sondern auch zentrales Hospizthema. Begleitet werden im Übrigen nicht nur die genannten Zielgruppen; Begleitung geschieht auch als gegenseitige Ermutigung und Unterstützung der Akteure selbst. Hatten die Hospizbriefe bisher oft die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen im Blick, ist diese Ausgabe den Hauptamtlichen gewidmet, gruppiert nach den Aufgabenbereichen des Hospiz-Vereins: (1) Ambulante Hospizarbeit/Sterbebegleitung, (2) stationäre Hospizarbeit, (3) Trauerbegleitung, (4) Bildungsarbeit/Akademie und (5) Koordination/Verwaltung.

Ob und wie weit es gelingt, über die berufliche Aufgabe hinaus etwas Persönliches zu vermitteln, bleibt jedem/jeder Einzelnen überlassen. Höchst lebendig ist im Kollegenkreis jedoch jene gegenseitige Wertschätzung, die alles Hospizliche auszeichnet. Bewusst oder intuitiv mag auch dahinter eine Maxime Bubers stehen: „Ich werde
 am Du“. Wir alle sollten das bei
unseren Begegnungen beherzigen – dem wirklichen Leben zuliebe.

Prof. Dr. Albert Mühlum
für den Vorstand des Hospiz-Vereins Bergstraße e.V.

Vorstand Hospiz-Verein Bergstraße e.V.

vordere Reihe: Dr. Wolfgang Nieswandt, Rüdiger Bieber, Claudia Mayer, Dr. Wolfgang Mansfeld,
hintere Reihe: Michael Braun, Sabine Hehn, Prof. Dr. Albert Mühlum, Norbert Schroeder (jeweils von links)
©Thomas Neu

 

Geistliche Grußworte

Begleitung

Begleitung, das heißt ein Stück Weg zusammen gehen. Das kann ein langer oder kurzer Abschnitt sein, ganz intensiv im Austausch und manchmal auch einfach nebeneinander her. Egal in welcher Form: Begleitung gehört zum Leben, ist wichtig für uns Menschen, für unser Leben.
Auch die Bibel weiß davon. Im Buch Prediger heißt es: „Zwei sind allemal besser dran als einer allein. Wenn zwei unterwegs sind und hinfallen, dann helfen sie einander wieder auf die Beine.“ (4,9-10)
Wenn zwei zusammen sind, dann können sie sich gegenseitig immer wieder auf die Beine helfen. Ganz konkret und auch im übertragenen Sinn. Hier wird deutlich, dass beide das eine Mal darauf angewiesen sein können, dass ihnen jemand aufhilft und ein anderes Mal selbst in der Rolle des oder der Helfenden kommen können.
Beziehungen leben daraus, dass Menschen füreinander da sind, sich helfen und helfen lassen, stark und schwach sein können. Niemand ist auf nur eine Rolle festgelegt. In jedem Menschen sind viele verschiedene Begabungen und Talente angelegt, Ängste und Hoffnungen. So begleiten sich Menschen im Leben, stehen einander bei.
Eine solche Offenheit im Miteinander prägt auch die Begleitung Sterbender und Schwerkranker zu Hause wie im Hospiz. Da tut es gut, wenn jemand die Hand hält, zuhört bei dem, was am Ende des Lebens wichtig ist – große Momente, kleine Begebenheiten. Und zugleich erzählen Begleiterinnen und Begleiter davon, was sie aus Begegnungen und Begleitungen für sich selbst mitnehmen. Dass – im besten Fall – beide Seiten von der Begleitung profitieren und sie als Gewinn erleben. Als kostbare Bereicherung für das eigene Leben. Diese Erfahrung zeigt: Auch wer schwer krank ist oder stirbt, kann seinem Gegenüber „auf die Beine helfen“. Gut ist, wenn Menschen spüren, dass sie sein dürfen, wie sie sind: mit Schwächen und Stärken, Ängsten und Hoffnungen. Das ist besonders am Lebensende bedeutsam. Niemand braucht eine Rolle zu spielen oder sich zu verstellen. Das ermöglicht offene und ehrliche Begegnungen und Begleitungen, die „auf die Beine helfen“ und vielleicht sogar getrost sterben lassen.
Solche aufrichtenden Erfahrungen wünsche ich Ihnen – mitten im Leben.

Ulrike Scherf

Pfarrerin Ulrike Scherf
Stellvertreterin des
Kirchenpräsidenten der EKHN,
Beirätin in der Hospiz-Stiftung Bergstraße

 

Wegbegleiter

Wie gut ist es, Wegbegleiter zu haben: Eltern, Paten, Geschwister, Freunde, Lebenspartner. Wie gut tut es, auf schwierigem Weg einen Menschen an meiner Seite zu wissen, dem ich vertrauen kann.
Auch Worte können lebenslange Wegbegleiter sein. Es ist gut, wenn sich junge Eltern für die Taufe ihres Kindes Gedanken machen und einen Taufspruch wählen, der wie ein guter Wunsch über dem Leben des Kindes stehen soll.
Ein uraltes Wort, 3000 Jahre alt, stammt aus Psalm 23. Gott wird im Bild des Hirten als ein guter Wegbegleiter beschrieben, der in guten und bösen Tagen, auf saftigen Wiesen und wenn es durch ein gefährliches dunkles Tal geht, dabei ist. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir.
Der Philosoph Immanuel Kant hat einmal gesagt: „Ich habe in meinem Leben viele kluge und gute Bücher gelesen. Aber ich habe in ihnen allen nichts gefunden, was mein Herz so still und froh gemacht hätte, wie die vier Worte aus dem Psalm 23: ‚Du bist bei mir’.“
Diese  vier Worte dürfen wir uns ins Gedächtnis rufen, wenn es uns gut geht, wenn wir Angst haben, wenn wir ein schwieriges Gespräch vor uns haben, wenn wir wichtige Entscheidungen treffen müssen oder neue Lebensabschnitte beginnen, wenn wir uns auf den Gipfeln des Erfolgs befinden oder durch das dunkle Tal der Enttäuschung, der Selbstzweifel und der Trauer müssen: ‚Du bist bei mir’.“
Ich erinnere mich an einen alten Mann, der im Sterben lag. Er lag immer auf der rechten Seite. Wenn man ihm anbot, ihn umzudrehen, wehrte er ab und bemerkte: „Dann kann ich ihn ja nicht mehr sehen.“ Und er deutete dabei auf die gegenüberliegende Wand. An der Wand hing ein altes Bild vom Tag seiner Erstkommunion, ein Bild, das ihn seitdem begleitet hat. Auf dem Bild war Jesus dargestellt als der gute Hirte. Er kannte auch den dazugehörigen Psalm „Der Herr ist mein Hirte“. Wie oft hat er die Worte gesprochen: „Du bist bei mir“. Und er spürte:  der gute Hirte geht auch jetzt mit mir und bleibt bei mir.
Motivierende Bilder als Wegbegleiter im Advent gibt es auch in diesem Jahr im St.-Georg-Adventskalender am Haus am Markt. Vom 30.11. bis zum 23.12.2018 wird täglich um 18.00 Uhr mit einem kleinen Begleitprogramm ein Bild vorgestellt.  Am 19. 12.2018  wird der Hospiz-Verein sein Adventsbild  präsentieren; ich lade Sie herzlich ein, dabei zu sein.

Thomas Catta

Thomas Catta,
Pfarrer von St. Georg

 
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Die Kunst der Begleitung

von Sandra Stephanie Mai

„Wenn sie Musik spielt, ist sie Musik.“

Kunst ist fähig, die Zeit in Bilder, Worte oder Klang zu setzen; Momenten, Augenblicken, Stimmungen und Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
Künstler nehmen also auf, was sie spüren. Das Unsichtbare, Unsagbare, Unfassbare, manchmal auch das Unerhörte wird sichtbar, sagbar, fassbar, hörbar. Dieses Kunststück zu vollbringen, wenn der Blick auf eine lichte Sommerwiese fällt, lässt sicher fröhliche, bunte Werke entstehen. Was aber, wenn der Blick stattdessen auf Leid und Kummer fällt, wie auf die Not eines schwerstkranken Menschen?
Dann sind wir in unserer Rolle als Begleitende gefordert, den Blick nicht abzuwenden. Wir versuchen wie ein Künstler zu erspüren, was in dieser Situation, diesem Moment Ausdruck braucht. Manchmal ist dies nicht viel. Manchmal liegen alle Karten offen auf dem Tisch. Doch weitaus öfter gibt es verdeckte Themen, Wünsche und Bedürfnisse. Hier einzutreten, diese aufzunehmen und ihnen vorsichtig einen Weg ins Außen zu bahnen, darin mag wohl die Kunst in der Begleitung Sterbender liegen.
Als Sterbebegleiter bekommen wir häufig Zugang zu Lebenswelten, die geprägt sind von Tristesse und Not. Ein ungeordnetes Durcheinander erwartet den organisierenden Durchblick, um Raum zu schaffen, in dem wieder gelebt werden kann. Raum, in dem die Krankheit wieder ein wenig zur Seite tritt und den Menschen preisgibt, der hinter dieser Erkrankung steckt. Hospizbegleiterinnen tragen mit Ihrem Blick dazu bei, den Menschen wieder bewusst zu machen, wer sie sind. Hospizbegleiterinnen sind neugierig, interessiert, forschend. Sie begeben sich auf die Suche nach dem, was gut tut. Sie schauen hin und sind aufmerksam. Sie sehen die erkrankten Menschen so, wie sie sind – und nicht nur das, was die Krankheit mit ihnen gemacht hat.
Das ist eine Kunst! Und Kunst ist Arbeit!
Die Kraft, anderen Kraft und Mut zu geben, da zu sein in Situationen voller Verzweiflung und Leid ist nicht unerschöpflich. Vergessen wir also bitte nicht, zu uns selbst gut zu sein, uns zu verzeihen, uns schöpferische KunstPausen zu gönnen.
Aktuell hat auf dem diesjährigen Palliativkongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin in Bremen ein Workshop zu diesem Thema stattgefunden. „Miraculix‘ Zaubertrank – oder woher nehmen Sie eigentlich Ihre Kraft?“. Eine gute Begleitung, wie sie tagtäglich geleistet wird, ist nicht möglich ohne gestärkte Begleitende. Was stärkt uns? Ein Tipp aus dem DGP Workshop war die Idee, sich ein leeres Buch mit unbeschriebenen Seiten zu nehmen, sich einen stillen Ort zu suchen, um dann aufzuschreiben, was wir an jedem Tag der Woche Gutes erlebt haben. Dies nachzulesen, auch oder gerade in schwierigen Zeiten, hat vielleicht nicht die gleiche übernatürliche Kraft wir Miraculix‘ Zaubertrank aus den beliebten Comics um Asterix und Co., kann aber doch eine Quelle sein, aus der wieder Mut und Motivation zu schöpfen ist.
Jede Begleitung geht durch Höhen und Tiefen. Die Aufgaben sind so vielfältig, die Menschen so individuell, die Probleme so unterschiedlich, dass es kein Patentrezept für eine gute Begleitung gibt.

Was gehört auf jeden Fall zu einer guten Begleitung dazu? Feingefühl und Mitgefühl, Empathie, Kreativität, Theorie und Poesie, Klarheit und Fantasie, Weisheit und Liebe. Vielleicht liegt die Kunst in der Begleitung unserer schwerstkranken Mitmenschen in der Kunst zu lieben. Das Leben. Den Nächsten. Sich selbst.

Umarmung
 

Zum Abschluss noch ein letzter Gedanke zur Kunst in der Begleitung, der vor dem Hintergrund der Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer eigentlich nicht fehlen darf: Loslassen und Abschied nehmen. Auch das ist eine Aufgabe, der Begleitende sich in ihrer zumeist ehrenamtlichen Arbeit stellen. Der Umgang mit der eigenen Betroffenheit ist in unserem Arbeitsumfeld kein Tabu. Im Gegenteil. Wir sind gefordert, der Trauer Ausdruck zu verleihen, uns gegenseitig zuzuhören und zu unterstützen. Daraus muss nicht gleich ein One-Hit-Wonder werden. Aber ein Blick in die Welt der bildenden Künste lässt durchaus erahnen, dass Trauer auch ein Motor sein kann: Eric Clapton, Nena, Mascha Kaléko, Rainer Maria Rilke, um nur einige Beispiele zu nennen, sie alle haben einen geliebten Menschen verloren und ihre Gefühlen in einem schöpferischen Prozess ins Außen getragen. So tut es gut zu wissen, dass der Schmerz nicht allein getragen werden muss. Dass vielmehr noch alle miteinander das gleiche Schicksal teilen. Denn so viel ist sicher: Wir nehmen alle irgendwann Abschied von einer geliebten Person und wir werden alle irgendwann selbst verabschiedet werden. Daher ist es gut, dass wir eine Kultur des Miteinanders leben, in dem das Team aus Ehrenamtlichen in der ambulanten Begleitung einen festen Wert hat!
Die Kunst in der Begleitung ist gelungen, wenn wir die Welt einer uns anvertrauten Person in ihrer letzten Lebensphase ein wenig bunter machen konnten. Leben ‚in Farbe‘ bis zu Letzt.

Diplom-Psychologin Sandra Stephanie Mai
von der Interdisziplinären Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Mainz unterrichtet auch in der HospizAkademie zu psychosozialen Themen und Gesprächsführung.

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Nicht alleine gehen… Beistand am Lebensende

Mit seiner Zuckerkrankheit konnte sich Johann arrangieren, Rollator und Medikamente, damit kam er klar. Dann kam die Krebsdiagnose. Als die Ärzte im Krankenhaus sagten „Wir können nichts mehr für Sie tun“, entschied seine Tochter Sabine: Vater wird zuhause bleiben, bei seiner Familie – auch wenn es schwer wird. Sabine ist sich sicher, gemeinsam werden wir das meistern. Sie möchte für ihren Vater da sein, bis zuletzt.
„Werden wir es schaffen? Was können wir für unseren Angehörigen tun? Wer kann uns helfen?“ Das sind Fragen, die sich bei einer schwerwiegenden Diagnose stellen. Auf diese Fragen gibt es keine allgemeingültige Antwort, denn die letzten Lebenswochen sind bei jedem Menschen anders.

Dienstags findet die Besprechung des Teams ambulante Hospizarbeit im Hospiz-Verein statt. Hier wird über die Menschen gesprochen, die in die Versorgung aufgenommen wurden. Sie alle sind mit ihrem Lebensende konfrontiert. Die hauptamtlichen Koordinatorinnen begleiten beim Leben bis zuletzt, beim Abschiednehmen und beim Sterben. Die von Fragen und Ängsten geprägte letzte Zeit soll reich an Lebensqualität sein.

Nach einem ersten telefonischen Kontakt kommt es meist zu einem persönlichen Treffen. Das kann nach Wunsch zuhause oder in der Geschäftsstelle des Vereins, mit oder ohne den Erkrankten stattfinden. Aber für die meisten Menschen ist es eine Erleichterung, wenn ihre Krankheit offen thematisiert wird, weil sie dann ihre Sorgen mit anderen teilen können.

Auch Johann und Sabine erhalten nach ihrem Anruf beim Hospiz-Verein Besuch von Martina Strübig, einer der Palliative-Care-Fachkräfte. Zunächst wollte Johann nur eine Patientenverfügung erstellen. „Ich möchte über mein Lebensende soweit wie möglich selbst bestimmen. Ich will nicht lange leiden.“ Nachdem alle Vorstellungen von Johann geklärt sind, ergibt sich noch ein längeres Gespräch. Hierbei erfährt Sabine, wo sie Unterstützung erhält und wie man einen Antrag bei der Pflegekasse stellt. Sie lernt: Vater hat Anspruch auf ein Pflegebett, das kann der Hausarzt verordnen. Und sie ist jetzt sicher, dass sie sich mit allen aufkommenden Fragen an Frau Strübig und ihre Kolleginnen wenden kann. 

Doris Kellermann, die schon ungezählte Menschen begleitet hat, möchte Mut machen, frühzeitig mit dem Verein Kontakt aufzunehmen. „Ich wünsche mir, dass sich die Menschen dann bei uns melden, wenn sie erfahren, dass sie eine todbringende Krankheit haben. So haben sie die Möglichkeit, uns und unsere Leistungen kennenzulernen. Im Gegensatz zu den Ärzten haben wir Zeit und beantworten auch nicht nur medizinische Fragen.“

Grundsätzlich bedarf es keiner besonderen Erkrankung, um hospizlich begleitet zu werden: Auch Menschen, bei denen die Konfrontation mit dem Lebensende in den Mittelpunkt rückt, weil die Kraft zunehmend schwindet, können sich an die Koordinatorinnen wenden.


 

Patient in der ambulanten Hospizarbeit

Johann wurden Besuche durch einen ehrenamtlich tätigen Hospizbegleiter angeboten. Seine Tochter ist berufstätig und er am Morgen oft alleine, deshalb wünscht er sich „jemanden zum reden“. Wöchentlich kommt nun Michael zu Besuch.

Michael ist einer von 55 Ehrenamtlichen, die vom Verein in 120-stündigen Kursen für die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender vorbereitet wurden. Sie sind für Sorgen und Fragen da, hören zu und halten mit aus. Manchmal werden sie eher vom Patienten, manchmal eher von den Angehörigen gebraucht. Ihr besonderer Wert liegt in der Zeit, die sie haben. Gerade weil sie nicht aus dem medizinischen Bereich kommen und auch nicht in die familiären Beziehungen eingebunden sind, kann ihnen sehr vertraulich und mit großer Offenheit begegnet werden.

Je größer das Netz aus Zugehörigen ist, das können Familienangehörige, Freundinnen oder Nachbarn sein, umso besser. Gegenseitige Entlastung, Gelassenheit gegenüber allem, was kommen mag und die Erkenntnis, dass Sterben genau wie die Geburt ein natürlicher Prozess ist, helfen, schwere Zeiten durchzustehen.
Manchmal entstehen in Familien Konflikte, z. B. weil man sich nicht einig ist, was zu tun ist. Dann können die Koordinatorinnen helfen, die richtigen Worte und gemeinsam Lösungen zu finden.

Neue Fragen kommen auf, wenn sich der Zustand des Patienten verschlechtert. Dann stehen die Koordinatorinnen den Schwerkranken und ihren Zugehörigen zur Seite. In den letzten Tagen wird oft geklärt: Was steht uns bevor? Was ist jetzt noch zu tun?

„Keine Hektik, keine große Aktion – Achtsamkeit ist das Wichtigste am Lebensende.“ Angela Schäfer-Esinger weiß, wie gut es ist, wenn die Begleitenden den Stress des Alltags ablegen können und sich Zeit für den Abschied nehmen. Dann werden kleine Gesten wichtig. Sterbende Menschen nehmen immer noch gesprochene Worte, Musik und Berührungen wahr. Zuwendung und Liebe können das Sterben leichter machen, für beide Seiten. Manchmal hilft es, wenn man in diesen Stunden seine Dankbarkeit ausdrückt oder dem Sterbenden erlaubt zu gehen. Egal was man tut, es sollte immer wahrhaftig sein, ehrlich gemeint und mit Respekt vor dem Anderen.

Als Johann starb, saß Sabine an seinem Bett. Weil er in den letzten Tagen kaum noch getrunken hatte, befeuchtete sie immer wieder seinen Mund. Johann war sehr unruhig, aber als seine Tochter ganz leise ihr altes Schlaflied sang, fanden beide Entspannung. Irgendwann wurde Johann ganz still, dann noch ein letzter Atemzug. Johann starb.

Sabine sagt später: „Für mich war der Moment des Sterbens so, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Ich bin sehr froh, dass ich dabei sein konnte. Der letzte Moment des Abschieds war sehr berührend und ausgesprochen wertvoll. Es war sehr traurig, aber am Ende war es gut.“

Christine Palten, Koordinatorin
Hospiz-Verein Bergstraße e.V.
 

Das Team ambulante Hospizarbeit

Das Team Ambulante Hospizarbeit

Beate Garms
Ich freue mich, durch meine Arbeit im Verein Teil einer sorgenden Gemeinschaft sein zu dürfen.
Kraftquelle: Meditation schenkt mir Ruhe und Kraft für die Anforderungen des Lebens und öffnet den Blick auf das Wesentliche.
Martina Strübig
Meine Arbeit mit den vielen ganz unterschiedlichen Tätigkeiten empfinde ich als sinnvoll und bereichernd.
Kraftquelle: Das Sein in der Natur und mit den Menschen in ihrer Einzigartigkeit.

Doris Kellermann
Die Ikone aus Taizé erinnert mich immer wieder daran, dass ich im Leben und bei der Hospizarbeit nicht allein bin.

Angela Schäfer-Esinger
Eine Arbeit zu haben, die Sinn macht und mich und andere froh, das ist Glück!
Kraftquelle: Froh macht mich auch Musik – Chor und mehr, als Ausdruck von Lebendigkeit!
(von links nach rechts)

 

SAPV (Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung)

Auch schwerstkranke PatientInnen mit starken Symptomen (z.B. Schmerzen, Atemnot, Erbrechen) werden heute häufig im häuslichen Umfeld oder im Pflegeheim betreut. Damit dies gelingt, finanzieren Krankenkassen den Einsatz von spezialisierten PalliativmedizinerInnen und -pflegekräften, den sogenannten Palliativteams.
An der Betreuung von PatientInnen im Kreis Bergstraße und im Odenwaldkreis sind wir als Gesellschafter am Palliativnetz Bergstraße GbR beteiligt.
Allen PatientInnen, die sich in der Versorgung befinden, bietet das SAPV-Team:

  • Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft zur Krisenintervention
  • Koordination der häuslichen Versorgung, z.B. Schmerztherapie, Wundmanagement, Seelsorge, Ernährungsberatung
  • Regelmäßige, vereinbarte Hausbesuche zur Symptomkontrolle, jederzeit auch bei auftretenden Problemen zur Unterstützung der Angehörigen und Pflegepersonen.
  • Erstellung von Behandlungsplänen und Anpassung an das jeweilige Beschwerdebild in Absprache mit dem Hausarzt
  • Organisation und Koordination spezieller Behandlungsmöglichkeiten (tagesstationäre Aufenthalte für kleine medizinische Eingriffe, Entlastungspunktionen)
  • Beratung von PatientInnen, Angehörigen, HausärztInnen, Pflegediensten und -einrichtungen.

SAPV setzt eine Verordnung voraus.
Sie erreichen das Palliativnetz Bergstraße unter der Rufnummer 06251-845580.

Was passiert, wenn ein Mensch stirbt?

Diese Frage hören wir häufig von Angehörigen, denen im Umgang mit Sterbenden Erfahrung fehlt. Wir möchten mit diesem Beitrag die Gelegenheit nutzen und zur Aufklärung  über das natürliche Sterben beitragen.
Sicher ist, dass alle Menschen sterben müssen. Der Sterbeprozess dauert länger oder kürzer, dabei spielen auch die körperliche Verfassung, der Gesundheitszustand und Einflüsse der Umwelt eine Rolle. Dennoch scheint es so, dass der natürliche Sterbeprozess in der Regel nach einem Muster abläuft. Mit Erfahrung in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen lässt sich anhand körperlicher Veränderungen sagen, wann sich ein Mensch im Sterbeprozess befindet.

 

In den letzten Tagen vor dem Tod fällt vielleicht auf, dass der Mensch deutlich mehr schläft, sehr matt ist und sich in sich zurückzieht. Das können erste Anzeichen für den Beginn des Sterbeprozesses sein. Vielen Angehörigen fällt auf, dass Hunger- und Durstgefühle nachlassen. Das beunruhigt, aber der Stoffwechsel des sterbenden Menschen hat sich reduziert, so dass Essen und Trinken nicht mehr benötigt werden. Gleichzeitig werden im Gehirn Botenstoffe produziert, die dafür sorgen, dass Hunger und Durst nicht mehr verspürt werden. Vielleicht kennen Sie diese Vorgänge vom Heilfasten? Da mit der reduzierten Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit weitere Biobotenstoffe freigesetzt werden, die beruhigen und Schmerzen lindern, sollte künstliche Ernährung zu diesem Zeitpunkt abgesetzt werden. Dies ist im Endstadium des Sterbeprozesses medizinisch sinnvoll, deshalb macht auch die Gabe von Nahrung und Flüssigkeit zu diesem Zeitpunkt keinen Sinn. Es ist in der Regel sogar belastend. Die Menschen sterben nicht, weil sie nicht essen und trinken — sie hören auf zu essen und zu trinken, weil sie sterben.

Betreuende Personen stellen fest, dass es kaum noch zu Ausscheidungen kommt. Ursache dafür ist, dass Magen und Darm nicht mehr aktiv sind. Die Nieren sind kaum mehr durchblutet und produzieren auch keinen Urin mehr. In der Folge lagern sich Giftstoffe im Blut ab, die dann irgendwann eine Bewusstlosigkeit verursachen.

In den letzten Stunden wird häufig die Haut des Sterbenden an Händen oder Füßen marmoriert, die Zehennägel färben sich blau, Füße und Hände werden kalt. Dies ist darin begründet, dass sich der menschliche Organismus auf die Erhaltung lebenswichtiger Funktionen konzentriert und erster Linie die inneren Organe durchblutet werden.

Angehörige beobachten häufig eine rasselnde Atmung. Sie ist noch lange regelmäßig, aber die häufig auch als brodelnd beschriebenen Geräusche entstehen dadurch, dass Schleim nicht mehr geschluckt oder abgehustet werden kann. Häufig werden wir gefragt, ob ein Absaugen zu empfehlen sei. Wir sind aber gewiss, dass diese Atemgeräusche keine Belastung für den Sterbenden sind, Absaugen wäre die viel größere Belastung und würde die Schleimhäute reizen, so dass schon nach kurzer Zeit noch mehr Schleim entstehen würde. Erleichterung für alle Beteiligten bringt eine stabile seitliche Lagerung.

Häufig wechselt der Mensch am Lebensende von der Nasen- zur Mundatmung. Erleichterung bei ausgetrockneten Schleimhäuten verschafft dann das Befeuchten des Mundraums mit Wattetupfern oder kleinen Eisstücken.

Auch wenn der Sterbende in diesem Zustand häufig nicht mehr ansprechbar ist, so spürt er doch, dass er umsorgt wird. Deshalb sind Berührungen, die Geborgenheit vermitteln, wichtig. Auch vertraute Musik, Sprechen, Singen, Umarmen, Beten können dem sterbenden Menschen gut tun.

Am Ende wird das Atmen dann unregelmäßig, auch der Puls wird schwächer, das Gehirn wird nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt und bewirkt, dass der Sterbende mit offenem Mund nach Luft schnappt. Zuletzt schlägt das Herz nicht mehr, die Sauerstoffversorgung bricht zusammen, die Organe setzen aus und nach kurzer Zeit auch das Gehirn – der Mensch ist tot. So stirbt letztendlich fast jeder unserer PatientInnen an einem Multiorganversagen.

Die meisten der von uns begleiteten Menschen sterben nicht im Todeskampf, sondern friedlich. Selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen, z.B. Menschen, die sehr unruhig werden oder um sich schlagen. Aber durch gute Begleitung können wir am Lebensende viel tun. Schmerzmittel und Beruhigungsmittel und vor allem menschliche Zuwendung ermöglichen bei guter Versorgung ein friedliches Lebensende.

Quelle:  SWR, Biologie des Todes – Sterben das letzte Programm, Film.

Christine Palten, Koordinatorin
Hospiz-Verein Bergstraße e.V.

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Trauerbegleitung – einfach gut

 

Einfach gut, dass der Hospiz-Verein Bergstraße schon fast seit Beginn seines Bestehens sein Augenmerk auf die Begleitung trauernder Menschen gesetzt hat.

Das ist wohl fast unumgänglich gewesen: Wenn man sich in sehr intensivem Maß um Menschen kümmert, die dem Lebensende entgegengehen und denen man möglichst lange intensives Leben und  Schmerzfreiheit ermöglichen will, dann kommt man nicht umhin, die Menschen, die dem Sterbenden nahe stehen, mit in den Blick zu nehmen.

Aus diversen Theoriemodellen, aber noch viel mehr aus der eigenen Erfahrung wissen wir, dass sich Gefühle der Trauer nicht erst mit dem Sterben eines Menschen einstellen. Abschiede gibt es viele im Leben zu meistern. Das Gefühl von Trauer und Traurigkeiten kennen wir alle. Es ist universell, so wie es unter anderem Freude und Überraschung auch sind, und gehört damit zu sogenannten Basisemotionen, die uns Menschen in unserem Leben gegeben sind.

Einfach gut, dass Menschen, sich verstärkt mit diesem Gefühl auseinandersetzen, damit nicht alleine sein müssen. Nahe Angehörige, Familie und Freunde können trösten, stärken und stützen und sind in der Regel die ersten Ansprechpartnerinnen.

Und es ist auch gut, dass es Menschen gibt, die außerhalb dieses Familien- und Freundesystems stehen und in Zeiten von Trauer zum Gespräch und zur Begleitung zur Verfügung stehen.

Gespräch zur Trauerbegleitung
 


Einfach gut, dass seit dem Mai 2017 nun zwei Koordinatorinnen im Hospiz-Verein für die Trauerbegleitung im Einsatz sind. Angelika Michel hat über viele, viele Jahre mit einer Gruppe von engagierten Ehrenamtlichen unzählige Menschen in ihrer Trauer begleitet. Dazu wurden neben den Einzelgesprächen Möglichkeiten geschaffen, bei denen sich Trauernde untereinander und miteinander wieder aufrichten können. Das kann Kraft für die Bewältigung des Alltags schenken. Die offenen Angebote „Café für Trauernde“ und das „Frühstück für Trauernde“ sind seit Jahren gut besucht und bei den Trauernden hochgeschätzt.

„Menschen in ihrer Trauer zu begleiten und sie beim Zurückkommen ins Leben zu unterstützen, das ist mein vorrangiges Ziel,“ so Angelika Michel. Dabei ist es egal, ob sie selbst im Erstgespräch mit den Trauernden ist oder ob sie mit gutem Geschick eine Ehrenamtliche zur längeren Begleitung der Trauernden aussucht. Immer ist natürlich die oberste Maxime in der Gesprächsführung, dass die Eigenständigkeit und die Eigenverantwortlichkeit beim Trauernden bleibt. „Trauernde vertrauen uns Begleitenden viel von ihrem Inneren an. Alle möglichen Facetten von Lebenserfahrungen können da Thema sein. Damit gehen wir selbstverständlich einfühlsam und diskret um. Alles unterliegt der Schweigepflicht.“

Einfach gut empfinden viele Trauernde diesen geschützten Gesprächsraum und die unterstützende Beziehung, die sich während einer Begleitung aufbauen kann. Dabei ist es immer das Augenmerk der Begleitenden, auf die positiven Möglichkeiten, die jeder Mensch in sich trägt, abzuheben und diese zunächst zu benennen und dann auch zu fördern. Ressourcenorientiert arbeiten nennt sich das auch, und die individuellen Kraftquellen der Menschen entdecken und fördern bedeutet es. Dabei ist es hilfreich, die vielen anderen Angebote in der Region, die es zur Unterstützung von Trauernden gibt, zu kennen und entsprechend vermitteln zu können.
Angelika Michel erklärt: „Als Koordinatorin fungiert man oft als Bindeglied. Immer zwischen den Trauernden und den ehrenamtlich Begleitenden und auch als Bindeglied zwischen anderen Koordinatoren, Multiplikatoren und Netzwerken.“

Ein vielfältiges Arbeitsfeld tut sich da auf. „Vor allem haben wir die große Chance im intensiven Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen zu sein,“ benennt Linda Herrmann-Wohlfart einen weiteren wichtigen Aspekt der Arbeit. Seit Mai 2017 unterstützt und ergänzt sie die Arbeit von Angelika Michel. Sie kam in der Zeit zum Verein, als dieser schon die Ausweitung des ehrenamtlichen Teams der Trauerbegleitenden beschlossen und gestartet hatte. Als von Beginn an sehr gut funktionierendes Koordinatorinnenteam konnten nun die beiden Hauptamtlichen neben den normalen Angeboten und Begleitungen die Ausbildung von 14 neuen Ehrenamtlichen planen und mitorganisieren. Die Ausbildung wurde von November 2017 bis März 2018 als Inhouseschulung von einer Dozentin des Trauerinstituts Deutschland durchgeführt. In dieser zertifizierten Ausbildung konnten die beiden Koordinatorinnen die neuen Trauerbegleiterinnen gut kennen und ihre jeweiligen Stärken und Erfahrungen schätzen lernen.

„Einfach gut, dass wir beide Koordinatorinnen in den Ausbildungsmodulen dabei sein konnten. So hatten wir eine sehr gute Möglichkeit, die individuellen Lebenswege und die daraus resultierenden unterschiedlichen Erfahrungsschätze der Ehrenamtlichen wahrzunehmen. Das hilft uns ungemein bei der Vermittlung. Wir wollen ja den Trauernden zum Wohl einen Menschen in der Begleitung zur Seite stellen, der möglichst gut mit dem Trauernden harmoniert und ihn optimal unterstützten kann. Da passt nicht jeder zu jedem. Das immer wieder gut auszuloten ist eine verantwortungsvolle und besondere Aufgabe“, führt Linda Herrmann-Wohlfart aus.
Da kann Angelika Michel nur zustimmen: „Immer wieder und immer neu sehr spürsam zu hören und zu schauen, was der Mensch in seiner Trauer und auch in seinem Leben braucht, das ist eine sehr erfüllende Aufgabe.“ Mit einer solchen Einstellung kommt man um den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand nicht umhin. So sind beide Koordinatorinnen stets im Kontakt und im Gespräch mit anderen Kolleginnen und Kollegen, bei Fort- und Weiterbildungen unterwegs, um neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Trauerarbeit kennenzulernen. Dabei wird beiden immer wieder deutlich, dass es sich bei der Trauerarbeit um Lebensarbeit handelt, die es zu fördern gilt.

Ein Modell der umfassenden Unterstützung in Zeiten der Hilfebedürftigkeit macht gerade international Schule: caring communities. Füreinander fürsorgliche Gemeinschaften entstehen hauptsächlich auf kommunaler Ebene und haben es sich zum Ziel gesetzt, Menschen in alltäglichen und emotionalen Nöten möglichst umfassend zu unterstützen.

Dieses Konzept passt sehr gut zu unserer Vorstellung von Trauerbegleitung und lässt hoffen, dass noch mehr Menschen von mitmenschlicher Hilfe getragen werden.

Und das ist: einfach gut.

Linda Herrmann-Wohlfart, Koordinatorin Hospiz-Verein Bergstraße e.V.
 

Unser Team Ambulante Hospizarbeit

Linda Herrmann-Wohlfart (links)
Menschen auf ihrem Weg durch die Trauer zu unterstützen ist mir ein Anliegen, der Hospiz-Verein Bergstraße schafft dazu ein wunderbares Netzwerk.
Kraftquelle: Werkeln im Garten   

Angelika Michel
(rechts)
Ich freue mich, wenn wir über die Öffentlichkeitsarbeit vielen Menschen die unterstützende Trauerbegleitung näher bringen können.
Kraftquelle: In meiner Begeisterung für den Fußball erlebe ich einen schönen Kontrast und eine Quelle der Freude, aus der ich Kraft für meine Arbeit schöpfen kann.

 

Angebote für Trauernde

Infos, Termine, Anmeldung:
Hospiz-Verein Bergstraße e.V. , Tel: 06251-98945-0
Am Hospiz Bergstraße stehen uns keine Parkplätze zu Verfügung, bitte nutzen Sie die umliegenden Parkhäuser.

Sprechstunden für Trauernde
In der wöchentlich stattfindenden Sprechstunde können Sie ganz unverbindlich einen ersten Kontakt zu uns aufnehmen. Wir informieren Sie in einem individuellen Gespräch über Möglichkeiten der Begleitung im Verein, stellen Ihnen aber auch sonstige Angebote in der Region vor.
Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim
Termine: Mittwochs von 15 bis 17 Uhr. Bitte vereinbaren Sie mit uns einen Termin, bei Bedarf sind auch andere Uhrzeiten möglich.

Wandergruppe
Die etwa dreistündigen Wanderungen werden von ehrenamtlichen TrauerbegleiterInnen des Hospiz-
Vereins geleitet. Sie finden bei jedem Wetter statt.
Treffpunkt: vor dem  Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim
Termine: 1x monatlich Samstags, 10:00 Uhr
Die Teilnahme ist kostenfrei, nur für den Fall, dass eingekehrt wird, sind anfallende Kosten selbst zu tragen.
Keine Anmeldung notwendig

 

Individuelle Einzelgespräche für Trauernde
Im Gespräch mit einer TrauerbegleiterIn können Sie sich intensiv mit Ihrem persönlichen Trauerprozess auseinandersetzen. In der Einzelbegleitung ist Raum für alles, was Sie in Ihrer Trauer beschäftigt. Die Begleitung beginnt mit einem Erstgespräch. Sie erhalten einen Eindruck von der TrauerbegleiterIn und können so entscheiden, ob weitere Gespräche stattfinden sollen.
Eine begrenzte Anzahl an Einzelgesprächen kann Ihnen helfen, Ihre vielfältigen Gefühle zu verstehen und in der veränderten Umwelt wieder Halt und Sicherheit zu gewinnen.

Weiter leben. Gruppe für Trauernde nach Suizid
Menschen, die jemanden durch Suizid verlieren, geraten plötzlich und unvorbereitet in eine äußerst schmerzhafte und emotional anstrengende Situation. Das eigene Grundvertrauen wird zutiefst erschüttert. Nichts ist mehr wie früher. Betroffene haben oft das Gefühl, mit niemandem darüber reden zu können.

Deshalb startet der Hospiz-Verein Bergstraße einmal im Jahr eine Gruppe für Trauernde nach Suizid. Zwei ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen laden an acht Abenden in die Räume des Vereins ein. Dort bieten sie Gelegenheit zu Gesprächen und Austausch für Suizidtrauernde. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte können sich ab sofort voranmelden.

Offene Treffen: Café und Frühstück
Wir laden Sie herzlich ein, mit Ihrer Trauer nicht alleine zu bleiben.
Sonntags bei Kaffee und Kuchen oder donnerstags beim Frühstück begegnen Sie Menschen, die wie Sie den Verlust einer nahestehenden Person betrauern.
Mit unseren offenen Treffen bieten wir einen Ort, an dem Sie Ihre Gedanken und Gefühle mit anderen teilen können.
Angesprochen sind alle Menschen, die Angehörige, FreundInnen oder KollegInnen verloren haben, unabhängig davon, wie lange dieser Verlust zurückliegt.
Café für Trauernde: 2. Sonntag im Monat, jeweils 15 bis 17 Uhr
Frühstück für Trauernde: 2. Donnerstag im Monat, jeweils 9 bis 11 Uhr
Sommerpause im Juli und im August
Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche
Für die Gespräche mit Kindern und Jugendlichen stehen zwei ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen zur Verfügung, die es gewohnt sind, mit belasteten Kindern und Jugendlichen zu sprechen. In einem geschützten Rahmen kümmern sie sich um die Sorgen und Nöte, die Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit ihrer Trauer beschäftigen.
Ort u. Termin nach Vereinbarung.

Trauergruppe für Kinder und Jugendliche
Zielgruppe sind Kinder im Alter von etwa 6 bis 14 Jahren. In der Gruppe können sie erleben, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind. Hier haben sie die Möglichkeit, andere kennenzulernen, denen es ähnlich geht. Unter professioneller Leitung können sie beim Spielen, Malen, Basteln und Geschichtenlesen Erfahrungen austauschen und Trost finden.
Parallel zum Café für Trauernde.
Damit wir uns gut auf Ihr Kind einstellen können, bitten wir Sie, vor dem ersten Besuch Kontakt zu uns aufzunehmen.

 
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Ausflug mit Schülerinnen der Altenpflegeschule

HospizAkademie: das Lebensende bedenken

Auftrag und Selbstverständnis
Mit der HospizAkademie möchten wir ein Ort der Begegnung und des Austauschs sein, ein kreativer Ort des Lernens, der Inspiration und Vergewisserung. Als jüngste Organisationseinheit des Hospiz-Vereins Bergstraße nehmen wir seinen Bildungsauftrag wahr: den Hospizgedanken zu vertiefen und in der Gesellschaft zu verbreiten.

Fachkräfte, die unsere Fortbildungen und Zusatzqualifikationen besuchen, suchen meist nach Antworten auf Fragen wie: Wie gelingt optimale Symptomkontrolle? Und wann ist weniger mehr? Wie komme ich vom Aushalten ins Annehmen? Und wie können wir die Versorgung und Begleitung der uns anvertrauten Menschen als Team gut gestalten?

Unsere Teilnehmenden erwarten aktuelle fachspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten. Meist befinden sie sich bereits auf dem Weg, und sie suchen bei uns Anregungen und Unterstützung, um ihre beruflichen Aufgaben im Kontext von Alter, Krankheit, Sterben, Tod und Trauer angemessen zu bewältigen.

Übergeordnetes Ziel aller Bildungsveranstaltungen ist stets, eine wertschätzende, ganzheitliche Haltung in der Begegnung mit den vulnerablen PatientInnen, den An- und Zugehörigen und auch im Miteinander als Team zu fördern. Dies erfordert von den Kursteilnehmenden, sich zuallererst mit den eigenen Gedanken, Sorgen und Wünschen zum Lebensende zu befassen.

Neben der Fortbildung von Fachkräften richten wir uns mit unserem Angebot auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Wir werben für eine Beschäftigung mit dem eigenen Sterbenmüssen mitten im Leben, davon überzeugt, dass dies nicht nur der Vorbereitung dient, sondern für eine bewusste Lebensgestaltung insgesamt hilfreiche Orientierung bietet. Wir leben in einer alternden Gesellschaft, und in unserem gesellschaftlichen Umgang mit Vergänglichkeit vollzieht sich ein massiver Wandel. Diesen in gemeinsamer Auseinandersetzung nachzuvollziehen erleben wir immer wieder als immens spannend und erhellend für alle Beteiligten. Denn wie wir uns zum Tod positionieren sagt viel darüber aus, wie wir uns zum Leben verhalten.

Aufgabenbereiche
In unserem Akademieteam hat jede Mitarbeiterin ihren spezifischen Aufgabenbereich:

Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft und Bergsträßer Hospizpionierin der ersten Stunde, hat den Hospiz-Verein 1994 mitgegründet. Sie koordiniert den Bereich Inhouseschulungen und ist Ansprechpartnerin für sämtliche Einrichtungen und Vereine, die sich über Hospizarbeit informieren und/oder ihr Team dazu fortbilden möchten. Als Kursleiterin verantwortet sie auch unsere zertifizierten Zusatzqualifikationen, in denen sie einen beachtlichen Teil der Themen selbst referiert. Zu ihren Aufgaben gehört außerdem, Unternehmen aus der Region als Sponsoringpartner für unsere Akademie zu gewinnen und projektbezogen Spendengelder einzuwerben.

Die Soziologin Dr. Swantje Goebel gehört seit Anfang 2017 zum Team des Hospiz-Vereins und ist Impulsgeberin und entscheidende Mitinitiatorin der HospizAkademie.

Swantje Goebel ist zuständig für die inhaltliche Planung und Organisation des jährlichen Bildungsprogramms. Sie ist erste Ansprechpartnerin für unsere ReferentInnen und Kooperationspartner und hält stets Ausschau nach interessanten Themen und neuen Ideen zur Gestaltung guter Lehre. Swantje Goebel verantwortet die konzeptionelle Weiterentwicklung sowie die Qualitätssicherung.


Programmschwerpunkte und Perspektiven
Wohin wird sich Bildungsarbeit im Kontext von Hospiz und Palliative Care perspektivisch entwickeln? Diese Frage stellen wir uns seit der Gründung der Akademie. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, die Hospizidee überall dorthin zu bringen, wo Menschen sorgebedürftig sind. Dies betrifft also nicht allein den Sterbeprozess, die letzten Tage oder Wochen des Lebens.

Diesem Anspruch folgt auch das Konzept der Palliativen Geriatrie, das darauf zielt, alten und hochbetagten Menschen bis zuletzt ein möglichst beschwerdefreies und würdiges Leben zu ermöglichen. Zu uns kommen Fachkräfte für Geriatrie, die sich genau dafür weiterbilden. Profis mit immensem Engagement und Herzblut, die hospizliche Haltung bereits in sich tragen und spüren, was sorgebedürftige Menschen brauchen. Und die mehr darüber erfahren möchten, was umsichtige Begleitung ausmacht – und wie dies in ihren Einrichtungen nachhaltig implementiert werden kann. Denn was nutzt Motivation und Know-how, wenn etwa die personellen Rahmenbedingungen in der eigenen Arbeitsstätte nur wenig Gestaltungsmöglichkeiten erlauben?

Wir als Akademie sehen hier einen Auftrag, nämlich uns bestmöglich auf die Bedarfe und die Rahmenbedingungen unserer Zielgruppen einzustellen – und Bildung weiter zu denken. Denken Sie mit?

Neues Bildungsprogramm
Sie interessieren sich für unsere Bildungsveranstaltungen? Dann besuchen Sie uns doch mal im Internet unter www.hospiz-verein-bergstrasse.de/akademie. Dort finden Sie alle aktuellen Angebote für dieses und das kommende Jahr plus Anmeldemöglichkeit. Soeben ist auch das neue Programm für 2019 erschienen– auf unserer Webseite sowie als Broschüre, die Sie gern bei uns in der Geschäftsstelle erhalten können.

Pflegende An-/Zugehörige
Wir altern, und das ist gut so, zeugt die stetig steigende Lebenserwartung doch von Fortschritt, Wohlstand und Frieden. Gleichwohl haben wir uns mit den Auswirkungen einer alternden Gesellschaft zu befassen. So stehen immer mehr Familien vor der Situation, dass einer ihrer Angehörigen pflegebedürftig wird und täglicher Unterstützung bedarf.

Das Engagement pflegender An- und Zugehöriger ist immens. Etwa 70% der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause betreut, so wie dies meist auch ihrem Wunsch entspricht. Die Betreuung wird zum großen Teil von Frauen geleistet, und sie bedeutet oft eine Vollzeitaufgabe.

Wir möchten diese Gruppe stärken und bieten mit unserem Bildungsprogramm in 2019 eine Veranstaltungsreihe für pflegende Zugehörige an: In Vorträgen und Workshops können sie Pflegebasics erlernen und die eigene Rolle reflektieren, sich über das Leistungsspektrum der Pflegeversicherung informieren und herausfinden, wie sie bei aller Beanspruchung für sich selbst gut sorgen können. Und sie können erfahren, woran erkennbar ist, wenn es ans Sterben geht – und was dann wichtig ist.

Neben weiteren Workshops und Vorträgen zu aktuellen Themen für Fachkräfte sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger haben wir außerdem im Programm: zwei DGP-zertifizierte Zusatzqualifikationen Palliative Care, einmal für Pflegefachkräfte (160 Std.) sowie ein multiprofessionelles Angebot, das sich auch an KrankenpflegeassistentInnen, AltenpflegehelferInnen und medizinische Fachangestellte richtet (40 Std.).

Wir freuen uns auf Sie!
Ihr Team der HospizAkademie Bergstraße

Team HospizAkademie

Doris Kellermann (links),
Inhouseschulungen, Palliative-Care-Kurse, Öffentlichkeitsarbeit
Kraftquelle: In der Bildungsarbeit hilft es mir oft, eine Schatztruhe voller Erfahrungen dabei zu haben.

Dr. phil. Swantje Goebel (rechts), Bildungsprogramm, konzeptionelle Weiterentwicklung, Qualitätssicherung u. Forschung
„So viel Herzlichkeit und ein engagiertes Miteinander für eine Idee – da bin ich froh, Teil davon zu sein!“
Kraftquelle: Verbundensein mit den Menschen und der Welt.

 
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Der Hospizgarten, ein Juwel – nicht nur für Hospizgäste

Arbeiten im Beet
 

Als das Hospiz geplant und gebaut wurde (2009-2010) fehlten die Mittel, um das angrenzende Guntrum Gartengelände zu bearbeiten. Es war nach der Stilllegung der Brauerei in einen Dornröschenschlaf verfallen, in dem Brombeerpflanzen alles überwucherten und eine ausufernde Drogenszene gedieh, deren Hinterlassenschaft –  bis zu 10 Spritzen/qm – bei der Rodung des Brombeerdschungels zu Tage traten. Das verwahrloste Gelände war ohne Generalsanierung nicht zu nutzen. Lediglich eine kleine Terrasse nach Osten konnte damals provisorisch planiert werden. Ihre intensive Nutzung verstärkte den Wunsch, sie zu vergrößern und das gesamte Gelände für Gäste und Besucher zu erschließen. Ein mitfühlender Besucher, Hans-Werner von Stutterheim aus Heidelberg, erreichte durch eine zweckgebundene Zuwendung, dass der Hospiz-Verein Bergstraße – dem die Stadt Bensheim das Grundstück auf Pachtbasis überließ – mit der Kultivierung beginnen konnte. Erst diese Mittel ermöglichten die aufwändigen Maßnahmen, die ehrenamtlich nicht leistbar waren.

Die 2017 erheblich vergrößere Terrasse wird seitdem gerne von Hospizgästen und ihren Angehörigen aufgesucht. Von hier aus verläuft ein rollstuhlgängiger Weg bis zur östlichen Grenze des Grundstückes und dann weiter leicht ansteigend auf einen vorhandenen Freisitz mit wunderbarer Aussicht, die vom Königstuhl über Donnersberg bis zum Taunus reicht. Der restliche, größere Teil des Hospizgartens wurde mit Pfaden erschlossen. Das Gartenprojekt erweitert den Lebensraum der Hospizgäste und hilft auch Angehörigen und BesucherInnen, sich ein wenig abzulenken und zu entspannen.

Die Heinrich-Metzendorf-Schule hat im Mai 2017 das ca. 80 Jahre alte, halb verfallene Weinberghäuschen als Übungsstück originalgetreu nachgebaut; im Oktober des gleichen Jahres errichteten Schüler der Handwerkskammer Darmstadt ein Gartenhaus mit Veranda, ebenfalls als Übungsstück. Das  Ausbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Bergstraße schenkte einen selbst erbauten Pavillon, der am „Weg der Erinnerung“ seinen neuen Platz fand. Hier haben die ehrenamtlichen GartenhelferInnen bereits ein buntes Staudenbeet angelegt. In den Randbereichen der Wege werden Duftpflanzen zur Geltung kommen.

Der Bienenzüchterverein Bensheim und Umgebung e.V. hat ein „Bienenrefugium“ in einer Wildblumenwiese erschaffen, durch die ein Lehrpfad mit Schautafeln führt und Bienenkörbe aufgestellt. Im Jahr 2018 haben die Bienen knapp zwei Zentner Honig produziert, der beim Hospiz-Verein gegen eine Spende erhältlich war.

Inmitten der Wildblumenwiese wurden Obstbäume (alte Sorten) gepflanzt. Benjeshecken und Trockenmauern  bieten Kleintieren und Insekten paradiesische Unterschlupfmöglichkeiten. Zum Gartenprinzip  gehört es, möglichst einheimische Gewächse anzusiedeln, die zugleich pflegeleicht sind und vielfältigen Insekten als Nahrungsquelle dienen. Der NABU hat zehn Vogelhäuschen für verschiedene Vogelarten aufgehängt, die im Frühjahr auch von den entsprechenden Vögeln angenommen wurden. Schließlich: Ein Kräuter- und Salatgarten bietet der Hospizküche frische Zutaten, und auf einem 200 qm großen Areal haben Ehrenamtliche Kartoffeln gepflanzt. Schülerinnen der Liebfrauenschule haben hier in einem „Gute-Tat-Einsatz“ zwei Schubkarren voller Kartoffeln für die Hospizküche geerntet.

Fazit: Die langfristige Verpachtung des städtischen Grundstücks und eines damit verbundenen Nachbargrundstücks an den Hospiz-Verein steigert die Lebensqualität unserer Gäste deutlich, und für ihre Angehörigen bietet der Garten einen wichtigen Ort des Rückzugs. Für die Stadt Bensheim dürfte es wichtig sein, dass dieses stadtnahe, ökologisch aufgewertete Gelände dazu beiträgt, die Ziele der Hessischen Biodiversitätsstrategie zu erreichen.

All dies wäre nicht möglich ohne das zuverlässige Engagement vieler Ehrenamtlicher, die nicht nur die gärtnerische Gestaltung, sondern auch den Geist des einmaligen Ensembles prägen.

Infos für Menschen, die gerne ehrenamtlich im Hospizgarten mitarbeiten möchten:

  • Welche Voraussetzungen werden erwartet? Kenntnisse über die Gartenarbeit sind willkommen, aber keine Voraussetzung. Wichtiger ist die Bereitschaft, mitzumachen und etwas dazuzulernen.
  • Wann sind die Einsätze im Hospizgarten?
    In der Regel treffen sich die ehrenamtlichen HospizgartenhelferInnen alle zwei Wochen samstags vormittags. Kernzeit ist ca. 9:00 bis 12:00 Uhr. Einige kommen schon um 8:00 Uhr, manche arbeiten auch nachmittags weiter. Um 12:00 Uhr machen die Ehrenamtlichen gemeinsam Pause, essen, trinken und plaudern. Meistens sind rund 10 Personen beisammen. Jeweils donnerstags vor dem nächsten Einsatz (und wenn die Wettervorhersage für Samstag steht) informiert die Koordinatorin die Gruppe, welche Gartenarbeiten anstehen. Dann teilen alle mit, wer kommt und wer verhindert ist. Einige kommen regelmäßig, andere hin und wieder. Wer schon eingearbeitet ist, kann nach Absprache mit der Koordinatorin gerne an anderen Tagen allein oder mit anderen im Garten tätig sein.
  • Wo treffen sich die Ehrenamtlichen?
    Wer zum ersten Mal kommt, erhält eine Führung durch den Hospizgarten. An den gemeinsamen Einsatztagen treffen sich die ersten gegen 8:00 Uhr vor dem Hospiz. Wer später kommt, findet die Gruppe im Garten. Durch die Information jeweils am Donnerstag vor dem Samstagseinsatz ist bekannt, in welchem Teil des Gartens sich die Ehrenamtlichen befinden.
  • Dürfen die Teilnehmenden am Hospiz parken?
    Nur wer schweres Material mitbringt (z.B. Pflanzenableger, Blumenerde etc.), darf oben am Hospiz parken. Alle anderen sind gebeten, in den umliegenden Parkhäusern zu parken.
  • Zuständigkeiten im Hospizgarten:
Projektleiter: Dr. Wolfgang Nieswandt
Projektleiter: Dr. Wolfgang Nieswandt
Stellvertreter: Prof. Dr. Albert Mühlum
Stellvertreter: Prof. Dr. Albert Mühlum

Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen: Jeca Blank,

Mo-Mi-Fr in der Geschäftsstelle des Hospiz-Vereins Bergstraße unter 06251-98945-11 zu erreichen oder per Mail unter jeca.blank@hospiz-verein-bergstrasse.de.

Gärtner: Michael Marx

 unterstützt wochentags auch ehrenamtliche Gartenmitarbeiter.

Jeca Blank, Koordinatorin
Hospiz-Verein Bergstraße e.V.


 
Team Hospizgarten

Jeca Blank,
Koordinatorin für den Hospizgarten, die
Hospiz-Stiftung Bergstraße und die Impulse-Stiftung
Mir machen alle Arbeiten in allen hospizlichen Bereichen Freude, weil sie sinnerfüllt sind.
Kraftquellen: Menschen, Tiere und Pflanzen um mich herum.
Michael Marx,
Gärtner im Hospizgarten
Mir gefällt die Arbeit im Hospizgarten nicht nur, weil ich gerne in der Natur bin, sondern auch, weil ich da ein kleiner Teil von etwas sehr Gutem bin.
Kraftquelle: in der Natur sein, die Pflanzen wachsen sehen!

 
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Verwaltung hält anderen Teams den Rücken frei

Was braucht es, damit die Begleitung von Sterbenden und Trauernden gelingt? In vielen kleineren Hospiz-
initiativen liegen Aufgaben wie Versicherungen, Verträge mit Dienstleistern, Überweisungen von Rechnungen, Öffentlichkeitsarbeit und – ganz aktuell – die Entwicklung eines Datenschutzmanagements im Aufgabenbereich der angestellten Koordinatorinnen und sind dann oft auch belastend. Beim Hospiz-Verein Bergstraße ist das anders, da heißt es oft: „Hamide, Christine und Andrea erledigen das für uns.“

Dienstleisterinnen für die Kolleginnen
Zum Selbstverständnis des Teams gehört es, den Kolleginnen „lästigen Kleinkram“ abzunehmen. So können diese ihre Kraft und Zeit voll auf die Begleitung von PatientInnen und Angehörigen, auf die Gespräche mit Trauernden und die Koordination von Ehrenamtlichen konzentrieren.

Erste Ansprechpartnerinnen für Hilfesuchende
Während in kleineren Hospizinitiativen der erste Kontakt von Hilfesuchenden häufig über Anrufbeantworter stattfindet, ist beim Hospiz-Verein Bergstraße eine persönliche Erreichbarkeit während der Geschäftszeiten gewährleistet. Die Mitarbeiterinnen im Verwaltungsteam, zum Teil mit Weiterbildung in Palliative Care, sind oft auch die ersten Ansprechpartnerinnen für Hilfesuchende, die sich an den Verein wenden. Ob es Angehörige sind, die dringend eine Versorgung organisieren müssen, weil ein Elternteil kurzfristig aus der Klinik entlassen wird, oder ob sich Trauernde an den Hospizverein wenden, weil sie jemanden zum Reden brauchen... Hamide Mema, Christine Palten und Andrea Keßler haben ein offenes Ohr, nehmen die Anrufe entgegen und leiten sie an die diensthabenden Kolleginnen weiter. Oft können sie auch schon in diesem ersten Kontakt mit unserem Verein für Entlastung sorgen: weil sie erste Fragen beantworten, die Leistungen des Vereins vorstellen oder einfach nur, weil der Anrufer sich nach dem Anruf sicher ist, dass er vom Hospiz-Verein Bergstraße Hilfe erwarten kann.

Mitglieder- und Spendenverwaltung
Ob es um die Ausstellung von Zuwendungsbescheinigungen, um die Bereitstellung einer Spendenbox für eine Geburtstagsfeier oder um die Änderung einer Mitgliederadresse geht oder ob sich Menschen für eine Mitgliedschaft im Verein interessieren, das Team ist zuständiger Ansprechpartner.
Ein neues Aufgabenfeld ist durch die Gründung der HospizAkademie hinzugekommen. Hierfür wurde Andrea Keßler eingestellt, die unter anderem die Anmeldungen von Kursteilnehmenden entgegennimmt, für die adminisitrative Begleitung von Veranstaltungen und für die Rechnungsstellung von Teilnahmegebühren zuständig ist.

Auch der Bereich Marketing wird vom Verwaltungsteam verantwortet. Hier werden Rundbriefe formuliert und per Mail versandt, Auftritte in sozialen Medien und im Internet gestaltet, dieser Hospizbrief und andere Druckerzeugnisse layoutet. Auch Finanzmanagement, Buchhaltung und Personalverwaltung sind in diesem Team verortet. Die Abwicklung von Erbschaften von Hospiz-Stiftung und -Verein übernimmt mit geringem Stundenumfang Carla Jecker.

Die Mitarbeiterinnnen sind sich einig, dass ihre Arbeit gerade durch die vielfältigen Aufgaben einen besonderen Reiz hat. Sie haben den Überblick über alle Aktivitäten des Vereins, deshalb lohnt es sich für (fast) alle Fragen, die den Hospiz-Verein betreffen, erst einmal mit  den Hauptamtlichen der Verwaltung Kontakt aufzunehmen.

Christine Palten, Koordinatorin

Team Verwaltung

Hamide Mema (links), Finanz- und Personalverwaltung
Die Arbeit im Hospiz-Verein hat mich gelehrt, dass wir das Leben nur vorwärts Leben können.
Kraftquelle: Mein Zuhause ist meine Familie.
Christine Palten (Mitte), Öffentlichkeitsarbeit, Spenden
Die Arbeit beim Hospiz-Verein hat mich gelehrt, jeden Tag als Geschenk anzunehmen.
Kraftquelle: Kreativer Umgang mit Textilien, v.a. Nähen
Andrea Keßler (rechts), Akademie, Mitglieder
Ich schätze das angenehme Betriebsklima, den respektvollen Umgang und die Wertschätzung meiner Arbeit.
Kraftquelle: Meine Arbeit und meine Kolleginnen
Carla Jecker (ohne Foto), Erbschaften und Vermächtnisse
Seit August 2009 bin ich mit Herzblut für die Hospizarbeit an der Bergstraße tätig.
Kraftquelle: Spaziergänge in der Natur – hier kommen mir auch die besten Ideen für die Arbeit

 
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Hospiz Bergstraße - wir stellen uns vor

Logo Hospiz Bergstraße
 

Die Pflegedienstleitung im Hospiz Bergstraße

Margarethe Keilmann, Pflegedienstleitung
Margarethe Keilmann, Pflegedienstleitung
Elisabeth Lücken, Stellv. Pflegedienstleitung
Elisabeth Lücken, Stellv. Pflegedienstleitung
 
 

Margarete Keilmann unterstützte schon kurz vor der offiziellen Eröffnung im August 2010 das Leitungsteam des Hospiz Bergstraße. Als ausgebildete Palliative-Care-Fachkraft mit zusätzlicher Leitungsausbildung und Erfahrung arbeitete sie bis zuletzt in einem großen Klinikum. Erfahrungen in der hospizlichen Begleitung sammelte sie Jahre vorher ehrenamtlich als ausgebildete Hospizhelferin bei der Hospiz-Initiative im Ried e.V.  
Elisabeth Lücken ist als examinierte Krankenschwester mit der Eröffnung des Hospiz Bergstraße eingestellt worden. Aus der ambulanten Pflege kommend, fand sie ihren ersten Einsatzschwerpunkt in der Pflege mit Abschluss des Palliative-Care-Kurses. Als angehende stellvertretende Pflegedienstleitung besuchte sie für zwei Jahre berufsbegleitend die Schule mit dem Abschluss Pflegedienstleitung.

Unser beider Aufgabenbereich umfasst viele Abläufe im Bereich der Beratung und Organisation sowie der Personalentwicklung für die Pflege. Der hospizlich-palliative Gedanke als Grundlage unserer Arbeit erfordert von uns ein Auffangen von Veränderungen, die nicht nur externe Anfragen betreffen, sondern auch unser gesamtes Personal und das Umfeld unserer Gäste.

Wir sind Ansprechpartnerinnen für Betroffene und deren Angehörige, wenn sie Beratung, Hilfe oder Unterstützung benötigen. Um die Situation erfassen zu können, ist ein klärendes Gespräch am Telefon für uns hilfreich. Dabei können wir Kontaktdaten aufnehmen und ordnen den jeweils individuellen Hilfebedarf ein. Wir besprechen Möglichkeiten z.B. auch der ambulanten Versorgung und Begleitung, da wir eine Warteliste haben und die Betroffenen meist nicht direkt bei uns einziehen können. Je nachdem vereinbaren wir einen Termin zu einem persönlichen Gespräch mit Führung durch das Haus, mit oder ohne den erkrankten Menschen. Unsere Erfahrung zeigt, wie wichtig der Kontakt im Vorfeld sein kann. Durch die persönliche Führung, das Wahrnehmen der Atmosphäre im Haus können Ängste, Unwissen und einfach falsche Vorstellungen beseitigt werden. Da uns diese Unterstützung auch so wichtig ist, bitten wir immer um einen Termin.

Die Situation der Hilfesuchenden ist meist geprägt durch einen rasanten, unbekannten oder anders erwarteten Krankheitsverlauf. Die Zeit, die wir für sie da sind, ist viel zu wichtig und meist zu kurz. Es ist eine stark emotional geprägte Zeit, die wir hier gemeinsam erleben und unterstützen möchten. So versuchen wir jeden dort aufzufangen, wo er mit seinen persönlichen Bedürfnissen steht. Jede Begleitung ist individuell!
Die Zusammenarbeit zwischen unseren Palliative-Care-Fachkräften, den HausärztInnen, dem eventuell hinzugezogenen Palliativteam, Apotheke, Krankenkassen und/oder anderen involvierten Institutionen (z.B. Begleitungen durch Hospizvereine) wird durch uns koordiniert und betreut. Es bedeutet für uns eine bestmögliche palliativ-medizinische und pflegerische Versorgung unserer Gäste. Gerne binden wir auch die Zugehörigen mit ein, die für uns bei jedem einzelnen Gast die „zweite Hauptperson“ darstellen. Unser Ziel ist, dass sich alle Beteiligten immer zum Wohl unseres Gastes bei uns gut und sicher aufgehoben fühlen, Ansprache finden. Und wir möchten Angehörige ermutigen, sich die Begleitung zuzutrauen. Nicht alle Begleitungen sind einfach, erfordern ein hohes Maß an Empathie, bedürfen manchmal klarer Ansagen und Aufklärung!

Dass es unserem Pflegeteam gut geht, ist deshalb eine unserer Hauptaufgaben. Es hat den engsten Kontakt mit unseren Gästen und braucht besondere Fürsorge. Die Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden ist emotional sehr belastend. Persönlich empfinden wir die Zeit des Sterbens nicht nur als sehr privat, sondern auch als sehr intim. Für die einzelnen Mitarbeitenden da zu sein, ist absolut notwendig, um eine geschützte, optimale und gut abgerundete Begleitung zu gewährleisten.
Um Voraussetzungen dafür zu schaffen und zu erhalten, arbeiten wir eng mit unserem Geschäftsführer und Hospizleiter Michael Braun zusammen. Die Koordination aller Teams im Hospiz Bergstraße liegt uns am Herzen und dieser Herausforderung stellen wir uns gerne – da sie es uns alle wert sind!

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Die Pflege – und so viel mehr als das

Um das Wohlergehen unserer Gäste bemüht sich ein Team aus 21 hauptamtlichen Palliative-Care-Fachkräften in unterschiedlichem Stellenumfang. Eine individuelle und auf die Bedürfnisse des Gastes abgestimmte Pflege ist unser Anliegen. Manchmal können sich Gäste aufgrund der Erkrankung nur sehr eingeschränkt und langsam bewegen, da dies von starken Schmerzen bzw. Symptomen begleitet ist. Wir nehmen uns für jeden die Zeit, nehmen Rücksicht auf die körperliche Verfassung und die Wünsche des Gastes. Aber nicht nur die Körperpflege allein, sondern auch andere Bedürfnisse wie Reden, Vorlesen, die Hand halten sind unsere Aufgaben. Hier ist der Mensch im Mittelpunkt; sein Wohlbefinden und vor allem seine Lebensqualität stehen im Vordergrund.

Das Pflegeteam im Hospiz Bergstraße
Das Pflegeteam im Hospiz Bergstraße
 

Lebensqualität kann für einen Gast bedeuten, nach Wochen im Krankenhaus, in denen er nichts mehr essen konnte, ein paar Löffel Eis, etwas Rührei oder Suppe oder ein Schlückchen Wein zu genießen. Für den Anderen ist es eventuell die Möglichkeit, auf dem Balkon zu sitzen, den Wind um die Nase und die Sonne auf der Haut zu spüren oder seit Monaten mal wieder ein Bad in der Wanne nehmen zu können. Wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes und Hospizalltags sind die gemeinsamen Mahlzeiten der Gäste und des Personals im Wohnzimmer. Es entsteht ein alltägliches und familiäres Miteinander beim gemeinsamen Essen und Reden über verschiedenste Themen, was von allen als sehr bereichernd empfunden wird.

Bei schönem Wetter bietet unsere Terrasse eine tolle Erweiterung des Lebensraumes und die unmittelbare Verbindung zur Natur. Ehrenamtliche unterstützen unseren Alltag, wenn zum Beispiel Ausflüge in den Stadtpark oder in die Stadt gewünscht werden. Eine besondere Bereicherung ist unsere Hauskatze Pepper, ein gern gesehener Gast in vielen Zimmern. Sie ist absolut verschmust und hat einen „Riecher“ dafür, wenn jemand unruhig ist und ihre Nähe braucht.

Es ist uns ein großes Anliegen, dass unsere Gäste und ihre Angehörigen hier zur Ruhe kommen und sich wieder als Gestalter ihres Lebens fühlen. Dabei sprechen wir alles, was mit dem Gast zu tun hat, auch unmittelbar mit ihm und seinen engsten Zugehörigen ab. Der enge Kontakt mit den engsten Angehörigen unserer Gäste ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit. Sie bedeuten für uns eine wesentliche Unterstützung in der Wahrnehmung und im Kennenlernen unserer Gäste.

Eines unserer größten Anliegen ist es, für den Gast Symptome wie Übelkeit, Schwindel, Schmerzen, Ängste, Unruhe etc. schnell zu erkennen und zu lindern. Im Team der Pflege haben wir auch ausgebildete Schmerz- und WundexpertInnen sowie AromapflegerInnen, die ihr Wissen und Können zum Wohle des Gastes gezielt einbringen. In enger Zusammenarbeit mit den ÄrztInnen des SAPV-Teams ist darüber hinaus auch die medizinische Versorgung sichergestellt.


Die Arbeit der Pflege ist von vielen Ritualen begleitet, die für alle Beteiligten von großer Wichtigkeit sind. So zum Beispiel unser Ritual mit der Rose: Mit dem Einzug eines Gastes stehen die diensthabenden und verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Eingang des Hospizes Spalier. Der neue Gast wird begrüßt, bekommt eine Rose überreicht und darf in aller Ruhe sein Zimmer beziehen. Eine Bezugspflegekraft steht sofort als Ansprechpartner an seiner Seite. Beim Abschied des Gastes stehen wir wieder Spalier am Eingang des Hospizes und legen eine Rose auf den Sarg, um ihn zu verabschieden. Wir warten, bis das Auto des Beerdigungsinstituts vom Hof gefahren ist – und gehen dann erst wieder ins Haus.

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Komplementäre Angebote für unsere Gäste – Musiktherapie und Kunst- und Gestalttherapie

Seit viereinhalb Jahren ergänzt Eva-Maria Holzinger das Angebot für Gäste und Angehörige durch ihre Musiktherapie. Jeden Dienstagnachmittag bietet sie je nach Allgemeinzustand und Befindlichkeit der Gäste die Möglichkeit zum Entspannen, Aufarbeiten, Zuhören oder auch Mitsingen. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig, um an der Musiktherapie teilzunehmen. Meistens steht der Einzelkontakt im Zimmer des Gastes im Vordergrund und fokussiert sich auf die Linderung psychisch belastender Symptome, wie Schmerzen, Stress, Anspannung und Ängste. Musiktherapie hat aber ebenso einen positiven Einfluss auf motorische Unruhe oder Atembeschwerden. Häufig freuen sich die Gäste über Entspannungsangebote in einem geschützten Rahmen, bei denen sie gedanklich abschalten können. Anschließend besteht immer auch die Gelegenheit, auftauchende Bilder und Erinnerungen zu thematisieren. Dauer und Inhalt der Therapie orientieren sich stets an den individuellen Bedürfnissen und Wünschen des Gastes.
Ein weiteres, sehr wertvolles Angebot für unsere Gäste bietet immer freitags unsere Kunst- und Gestalt-
therapeutin Beate Stein (Dipl. Sozialpädagogin) an. Mit kreativen Mitteln kann Menschen am Ende ihres Weges die Möglichkeit geboten werden, sich auszudrücken und Unausgesprochenes zu fühlen. Das hilft, auch bei allen Schwächen des eigenen Körpers, sich als Persönlichkeit lebendig zu erleben und Mut zu fassen.
Auf der Terrasse des Hospizes entsteht dieses Bild von Herrn T. Beim ‚Malen nach Musik‘ wünscht er sich fröhliche Musik – etwas Leichtes – vielleicht südamerikanisch: Samba oder Bossa Nova. Inspiriert durch die Melodie- und Rhythmusstruktur, wählt Herr T. Aquarellpapier, befeuchtet es, spritzt und tupft mit Aquarellfarben im Rhythmus der Musik. Dabei wird die Zeit in ihm lebendig, in der er, neben seinem Beruf, selbst als Musiker in Bands gespielt hat. Es überträgt sich die Lebensfreude dieser Art der Musik und auch dieser für ihn bedeutsamen Lebensphase.

Eva-Maria Holzinger, Musiktherapeutin
Eva-Maria Holzinger, Musiktherapeutin
Kunsttherapie
Beate Stein, Kunst- und Gestalttherapeutin
Beate Stein, Kunst- und Gestalttherapeutin
 
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Köchinnen sprechen alle Sinne an

Im stationären Hospiz haben wir eine hauseigene Küche, in der wir alle Speisen frisch zubereiten. Wenn ab 10 Uhr so langsam der Duft des Essens durch die Gänge des Hauses strömt, wächst die Vorfreude auf das Mittagessen. Unsere drei Köchinnen, Elisabeth Russ, Iris Schmitt und Selina Emich, kochen täglich und wechseln sich in Schichten ab, um unsere Gäste kulinarisch zu verwöhnen. Jede der Köchinnen hat ihren eigenen Kochstil und bringt andere Ideen und Rezepte ein. Das macht die Haupt- und Nachspeisen zur Mittagszeit besonders bunt und vielfältig. Besonders schön ist es, dass wir dadurch auch auf individuelle Gästewünsche eingehen können. Oft gibt es noch einmal den Wunsch, ein ganz bestimmtes Gericht aus vergangenen Zeiten zu riechen oder zu schmecken.

Elisabth Russ
Elisabth Russ
Iris Schmitt (links) und Selina Emich
Iris Schmitt (links) und Selina Emich
 

Starke Säule Ehrenamt und Sozialberatung für Gäste und Angehörige

Seit Mai 2017 ist das Hospizteam durch die Sozialarbeiterin Anika Frickel ergänzt. Sie koordiniert und begleitet die große Zahl der Ehrenamtlichen im stationären Hospiz. Dabei sind ihre Aufgaben die Gewinnung und Aufnahme neuer Ehrenamtlicher, die Einsatzplanung und Koordination der Ehrenamtlichen in ihren Diensten sowie die Ehrenamtspflege. Als Ansprechpartnerin steht sie für Fragen, Anregungen, Sorgen und andere Belange der Ehrenamtlichen zur Verfügung. Auch die Sozialberatung von Gästen und deren Angehörigen gehört zu ihrem Tätigkeitsfeld. Dabei geht es um die Unterstützung, Begleitung, Beratung und Lösungserarbeitung für soziale und psychosoziale Problem- und Fragestellungen.
Kontakt: Anika Frickel, anika.frickel@hospiz-bergstrasse.de

Anika Frickel
Anika Frickel
 

Unser Hausmeister

Einmal in der Woche bekommt das Hospiz tatkräftige Unterstützung durch seinen Hausmeister Klaus Matthey. Als gelernter Werkzeugmacher und studierter Maschinenbauer ist er seit 2014 Teil des Teams und erledigt vielfältige Aufgaben im und ums Hospiz. Dabei hilft er bei der Ausgestaltung und Einrichtung der Räumlichkeiten des Hauses oder auf Wunsch der Gäste auch bei der individuellen Ausgestaltung ihrer Zimmer. Auch die Haustechnik und Gebäudeeinrichtungen hält er mit den kooperierenden Fremdfirmen funktionsfähig. In enger Zusammenarbeit mit dem gesamten Personal gibt es kaum ein handwerkliches Problem, das er nicht zu lösen vermag.

Klaus Mathey
Klaus Mathey
 
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Unsere Verwaltung

Im Hintergrund, aber für das Hospiz sehr wichtig, agieren unsere drei Verwaltungsmitarbeiterinnen Elke Mayer, Catrin Schwarz und Sabine Stützer. Elke Mayer arbeitet seit 2011 als Teamleiterin im Hospiz. Sie unterstützt die Geschäftsleitung und ist Ansprechpartnerin für die großen und umfassenden Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Personalwesen. In enger Zusammenarbeit mit dem Hospiz-Verein, arbeitet sie auch im Redaktionsteam des Hospizbriefes mit. Das jährliche Sommerfest, den Tag der offenen Tür am 1. Mai sowie die Vernissagen und Ausstellungen im Haus organisiert sie im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Catrin Schwarz ergänzt das Team seit November 2013. In Zusammenarbeit mit dem Hospiz-Verein ist sie Verantwortliche für die Gestaltung und die Inhalte der Website des Hospiz Bergstraße. Darüber hinaus ist sie für die Verwaltung der Spenden und Projekte im Fundraising zuständig. Bei Fragen rund um das Thema Patenschaften sind Frau Schwarz und ihre Kollegin Sabine Stützer Ansprechpartnerinnen. Frau Stützer kam im April 2015 ins Team. Ihre Hauptaufgaben sind das Rechnungswesen und die Bestandspflege. Sie betreut auch das Projekt „Hospiz ist Gold wert“, bei dem altes Zahngold von Privatpersonen über den teilnehmenden Zahnarzt gespendet werden kann.

Das Verwaltungsteam
Das Verwaltungsteam

Elke Mayer (Mitte)
elke.mayer@hospiz-bergstrasse.de

Catrin Schwarz (rechts),
catrin.schwarz@hospiz-bergstrasse.de

Sabine Stützer (links)
sabine.stuetzer@hospiz-bergstrasse.de

 

Geschäftsführung

Mein Name ist Michael Braun und ich bin seit Bestehen des Hospiz Bergstraße Geschäftsführer des Hauses. Meine Aufgaben als Geschäftsführer beinhalten für mich immer die Aspekte Haltung, Dienen und Miteinander.
Haltung: In den Jahren 2007 bis 2009 war ich im Hospiz-Verein Bergstraße aktiv und habe dort eine hospizliche Haltung kennen und sehr schätzen gelernt. Mir ist es wichtig, dass diese Haltung im Hospiz Bergstraße ebenso gelebt wird.
Dienen: Wir haben ein tolles Team an haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen im Hospiz Bergstraße. Dieses Team benötigt eine gute Atmosphäre und gute Rahmenbedingungen, damit es seine Aufgaben erfüllen kann. Als Leiter dieses Teams sehe ich es als meine Aufgabe, dem Team all das, was es benötigt, zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören:

  • eine gute materielle und sachliche Ausstattung
  • eine Organisation, die hilfreich und unterstützend ist, aber auch genug Freiraum bietet
  • eine Atmosphäre, in der sich die Beschäftigten und Ehrenamtlichen wohl fühlen, mit Freude hier arbeiten und sich gerne einbringen.

Miteinander: In Würde leben bis zuletzt, eine liebevolle Betreuung der Gäste und Angehörigen mit viel menschlicher Zuwendung: Ich bin zutiefst davon überzeugt, wenn wir dies leben wollen, müssen wir auch im Team wirklich menschlich miteinander umgehen.

Michael Braun, Geschäftsführung
Michael Braun, Geschäftsführung
 
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Impulse-Stiftung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde unserer Stiftung,

„Herbst ist da, der Sommer verging, kühler die Winde nun weh‘n“, heißt es in einem alten Lied, das ein wenig melancholisch den Abschied vom Sommer besingt. Doch auch der Herbst hat uns in diesem Jahr noch sonnige Tage beschert, und wir schreiben Ihnen unseren Jahresbrief sozusagen im „goldenen Herbst“.

Den Anfang macht wie immer eine kleine Geschichte, diesmal von Franz Hohler aus der Schweiz. Er hat sich mit einem Thema auseinandergesetzt, das uns alle betrifft, und das uns wohl auch in der Zeit, die vor uns liegt, weiter begleiten wird. Franz Hohler hat sich eine unglaubliche, verrückte, (aber wunderbare) Lösung eines Problems ausgedacht. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich nach dem Lesen gedacht habe: Schade, dass sie nicht wahr ist.

Wie Frieden wurde
Der kleine Hugo hatte kein leichtes Leben. Zwar wohnte er mit seinen Eltern, seiner kleinen Schwester und seinem Meerschweinchen Olaf in einer schönen Siedlung am Waldrand. Aber wenn irgendetwas Dummes passierte, also wenn seine kleine Schwester weinte, wenn sein Freund Rudi mit dem Fahrrad hinfiel oder wenn das Meerschweinchen den Teppich anknabberte, sagten die Eltern zu Hugo: „Du bist schuld!“, oder einfach: „Oh Hugo!“.

Wenn im Schulhof eine Bananenschale auf der Treppe lag und die Lehrerin darauf ausrutschte, war ganz klar, wer schuld daran war: Hugo. Wenn bei den Fahrrädern die Luft raus war, konnte es nur einer gewesen sein: Hugo. Langsam war Hugo überzeugt, dass er an allem schuld war, was schiefging.

Einmal brüllten sich die Eltern so heftig an, dass Hugo dazwischen ging und „Frieden!“ schrie. Die Eltern ließen sich trotzdem scheiden. Hugo wusste sofort, wer schuld daran war. Eines Tages rief der Vater an und sagte, sie könnten morgen nicht zu ihm kommen, er müsse in den Krieg. Hugos Vater war nämlich Pilot bei der Luftwaffe. Hugo wusste gleich, wer schuld daran war. Er war ganz verzweifelt und schrieb dem Präsidenten des Landes einen Brief, in dem stand:

Lieber Herr Presidänt! Bitte hören Sie auf mit dem Krig. Ich bin schuld daran und es tut mir leid. Ihr Hugo.

Der Präsident wunderte sich über den Brief, rief bei Hugos Mutter an und erkundigte sich nach Hugo. Am nächsten Tag durfte Hugo zum Präsidenten fahren. Der fragte Hugo, wieso er meine, dass er am Krieg schuld sei, und Hugo erklärte es ihm. Er war dann sehr erleichtert, als der Präsident ihm sagte, dass der Krieg ganz und gar ohne Hugos Zutun ausgebrochen sei. „Können Sie nicht damit aufhören?“, fragte Hugo und dachte an seinen Vater. „Wie könnten wir denn mit dem Krieg aufhören?“ fragte der Präsident zurück.

„Bombardieren Sie die Städte mit Bananen und schießen Sie mit Schokolade auf die Feinde.“ „Wenn du meinst“, sagte der Präsident, „dann werden wir es einmal versuchen.“ Am nächsten Tag fielen statt Bomben Bananen auf die feindliche Hauptstadt. Alle Kanonen an der Grenze wurden mit Weihnachtsmännern aus Schokolade geladen und auf die Feinde abgefeuert.

Die Feinde waren sehr erstaunt über die neue Art von Krieg. Aber in der Stadt hatte es schon lange keine Bananen mehr gegeben. Alle Leute aßen davon und waren begeistert. An der Front hatte es schon lange keine Schokolade mehr gegeben, und alle Soldaten aßen die Weihnachtsmänner, statt zu schießen.

Beim nächsten Alarm liefen die Menschen nicht in ihre Bunker, sondern auf die Straße und diesmal regnete es Glockenäpfel und Nüsse, und auf die Soldaten an der Front prasselten Schokosterne und Schokoherzen.

So dauerte es nicht lange, bis die beiden Länder Frieden schlossen.

„Und wissen Sie“, fragte der Präsident den anderen Präsidenten, als sie sich dann an Weihnachten zum Essen trafen, „wissen Sie, wer eigentlich an diesem Frieden schuld ist?“

Natürlich wusste es der andere Präsident nicht. Aber wir wissen es.

Aktuelles
Wir haben 96 Spenden und Zustiftungen im vergangenen Jahr erhalten. Das ist wieder mehr als im letzten Jahr. Wir sind dankbar und freuen uns darüber, weil wir dadurch – gemeinsam mit der Hospiz-Stiftung Bergstraße – auch weiterhin im Sinne der Stiftung hilfreich arbeiten können.

Danke
Im vergangenen Jahr konnten wir 19 Menschen in schwierigen finanziellen Situationen helfen. Mit Ihrer Unterstützung  können wir das nach wie vor unbürokratisch und schnell tun.  Und deswegen ist es nicht nur eine gute Tradition, sondern für uns hier das wichtigste, Ihnen auch in diesem Jahr ein großes und herzliches DANKESCHÖN zu sagen.

Dazu passt zum Schluss des Briefes ein Text,  der ein Leitmotiv für die kommende Zeit für uns alle sein kann:

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen.   
(Petrus Ceelen)

Heidi Herborn, Stv. Beiratsvorsitzende
Heidi Herborn, Stv. Beiratsvorsitzende
 
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Aktuelles

Heilsames Singen mit Jutta Weis

Seit zwei Jahren gibt es im Hospiz Bergstraße ein regelmäßiges Angebot für Mitsingrunden im heilsamen Singen. Die ehemalige Krankenschwester und Reiseverkehrskauffrau Jutta Weis ist mittlerweile selbständig und arbeitet seit ihrer Hospizbegleiterausbildung nun acht Jahre regelmäßig ehrenamtlich im Hospiz Bergstraße. Etwa zur gleichen Zeit entdeckte sie ihre Begeisterung für das heilsame Singen und hält nun nach zahlreichen Kursen und einer intensiven Singleiterausbildung selbst Mitsingrunden, meist mit Gitarrenbegleitung. Eingeladen sind neben den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Hospizes und des Hospiz-Vereins Gäste und Angehörige sowie alle Freunde der Hospizkultur aus Bensheim und Umgebung. Gesungen werden Herzenslieder aus verschiedenen Kulturen der Welt. Die einfachen Texte und Melodien ohne Noten ermöglichen es, dass jeder gleich mit einstimmen kann. Heilsames Singen stärkt die Abwehrkräfte, hilft vom Alltag zu entspannen und aktiviert die Lebensfreude. In gemütlicher Runde entsteht in der Gruppe ein Gefühl von Verbundenheit und Gemeinschaft. Ob Vorkenntnisse oder nicht – es genügt die Freude am Singen.

Das Angebot ist kostenlos und findet einmal im Monat im Hospiz Bergstraße in Bensheim statt, im Jahr 2018 am 15.11. und 13.12. von 18.30-20 Uhr. Termine 2019 und weitere Infos im Hospiz Bergstraße, Tel. 06251 17528-0

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Heilsammes Singen mit Jutta Weis
 
Bild Ananas

Ausstellung „Werkschau“

Am 18. November um 11 Uhr wird eine neue Ausstellung im Hospiz Bergstraße mit einer Vernissage eröffnet.
Seit 1987 ist die Künstlerin Heidi Loeper mit zahlreichen Ausstellungen in der Region unterwegs. Sie hat sich der karikaturistischen Malerei verschrieben und zeigt in ihren Werken das „pralle Leben in kleinen Welten“. Ideen für ihre farbenfrohen Bilder findet sie im großen Repertoire des menschlichen Daseins. Sie arbeitet gerne themenbezogen oder greift aktuelle Ereignisse auf und lässt sie in ihren Bildern einfließen. Deshalb sind ihre Werke nicht im Vorübergehen zu betrachten. Es sind die Details, die überall zu finden sind und zum Verweilen einladen.
Die Ausstellung kann bis Januar 2019 täglich von 9 bis 15 Uhr besichtigt werden.

 

Stellenanzeige des Hospiz Bergstraße

Ehrenamtliche für die Abendstunden gesucht

ir suchen dringend wertvolle Entlastung für unsere Pflegefachkräfte und Köchinnen vor allem in den Abendstunden von ca. 18-21 Uhr im Bereich Küche /Gast.

Zu Ihren Aufgaben gehören: Speisen vorbereiten (NICHT Kochen), Tische auf- und abdecken, Spülmaschine ein- und ausräumen und auf die Bedürfnisse der Gäste eingehen.

Was wir Ihnen bieten: ein tolles Team von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, eine wertschätzende und angenehme Arbeitsatmosphäre, Fortbildungsmöglichkeiten, Versicherungsschutz und regelmäßige Reflexions- und Themenabende.

Sie können sich nicht regelmäßig einbringen, möchten sich aber dennoch ehrenamtlich engagieren? Dann sprechen Sie uns an, denn wir suchen immer auch Vertretungen für Urlaubs- und Krankheitssituationen.

Rufen Sie uns an. Für Fragen steht Ihnen Anika Frickel unter 06251 17528-26 oder anika.frickel@hospiz-bergstrasse.de zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie!


Weitere offene Stellen in der Hospizarbeit:

  • examinierte Pflegekräfte für das Hospiz Bergstraße,
  • MitarbeiterIn für die Vorbereitung von Räumlichkeiten  (450 Euro-Basis) für den Hospiz-Verein Bergstraße

,weitere Infos auf dieser Website

Save the Date: HospizNACHT 2019

Besonders hinweisen möchten wir jetzt schon auf die HospizNacht am 25. Oktober 2019. Das 25jährige Jubiläum des Hospiz-Vereins in 2019 nehmen wir zum Anlass, um den traditionellen Bergsträßer Hospiz- und Palliativtag einmal ganz anders umzusetzen: Wir laden Sie herzlich ein, mit uns in einem neuen Format über „Caring Communities“ ins Gespräch zu kommen und freuen uns sehr, wenn Sie sich beteiligen.

Das Bildungsprogramm 2019 der HospizAkademie ist da!
 Hier online auf dieser Website

 

Wir bitten um Ihre Unterstützung: Unterrichtsmaterial für die Hospizarbeit

Jeder schwerstkranke Mensch hat ein Recht auf angemessene qualifizierte Behandlung und Begleitung – innerhalb und außerhalb hospizlicher Versorgungsstrukturen. Deshalb ist mit Hospizarbeit auch ein Bildungsauftrag verbunden:

Unsere Ehrenamtlichen werden in umfangreichen Qualifizierungskursen vorbereitet und während ihrer Tätigkeit stetig weiterqualifiziert. Mit unserer HospizAkademie qualifizieren wir Fachkräfte in Palliative Care. Und wir laden interessierte BürgerInnen ein, sich mit uns über Sterben, Tod und Trauer auszutauschen und bei uns zu lernen. Dabei leitet uns der Anspruch: fundiertes Know-how und aktuelle Kenntnisse mit modernen Methoden lebendig und ansprechend zu vermitteln.

Das Hospiz Bergstraße lädt am 18. August zwischen 14:30 und 17:00 Uhr zum Sommerfest ein.

Dafür benötigen wir didaktisch sinnvolle, variable und funktionierende Unterrichtsmaterialien. Wir bitten Sie um Unterstützung zur Anschaffung von:

  • Beamer 700 €
  • Leinwand ca. 200 €
  • Activeboard 1.300 €
  • 3 Präsentationswände je ca. 120 €
  • Flipchart ca. 100 €

Für Ihre finanzielle Unterstützung sind wir sehr dankbar, sie kommt indirekt schwerstkranken und sterbenden Menschen zugute.

Spendenkonten:

Sparkasse Bensheim IBAN
DE89509500680005000054

Volksbank Darmstadt-Südhessen eG IBAN DE69508900000004870204

oder hier online

Vorstand
 

Abschied von Meditation am Abend und Ehrenamtscafè - Dank an die Verantwortlichen

Sechs Jahre lang lud das Hospiz Bergstraße monatlich zur Meditation ein. Die Verantwortung lag bei einem ehrenamtlichen Team, bestehend aus Günter Bartels (Leitung), Karl-Heinz Neder, Beate Luley und Angelika Michel. Sie schenkten regelmäßig zwischen 20 und 40 Personen Zeit und Raum für Musik, Texte, Stille und Gebet.
Am 17.12. findet auf Wunsch des Teams die Meditation am Abend zum letzten Mal statt. Deshalb möchten wir uns noch einmal aus ganzem Herzen bei den vier Verantwortlichen bedanken, die über eine so lange Zeit mit immer neuen Texten so vielen Menschen eine persönliche Auszeit ermöglichten und damit das Hospiz Bergstraße zu einem Ort der leisen Begegnung machten.

einladender Tisch beim Ehrenamtscafé
 

Eine andere Form der Begegnung war über viele Jahre das Ehrenamtscafé, das ebenfalls im Hospiz Bergstraße stattfand. Seit Gründung des Hospiz-Vereins hat sich das Bild des Ehrenamtlichen gewandelt. Waren noch vor 15 Jahren überwiegend Hausfrauen engagiert, so sind es heute zunehmend Berufstätige, die der Gesellschaft ein wertvolles Zeitgeschenk machen. Diese sind durch ein nachmittägliches Ehrenamtscafé kaum noch zu erreichen. Deshalb fand am 13.11 das letzte Ehrenamtscafé statt.
Auch hier gilt der Dank den Verantwortlichen. Gemeinsam mit der hauptamtlich tätigen Angelika Michel haben sich Ehrenamtliche, zum Teil seit vielen Jahren, um das Wohl anderer Ehrenamtlicher gekümmert. Zuletzt waren es Günter Prolingheuer und Otti Biwer im Team. Ihnen und Beate Luley und Inge Rebenich, die an vielen, vielen Ehrenamtstreffen beteiligt waren, sei ganz herzlich gedankt für leckere Kuchen, feine Waffeln, schöne  Tischdekorationen und ein aufrichtiges „Willkommen“ jedes Mal, wenn das Ehrenamtscafé seine Türen öffnete.

Spendenkonten

Hospiz-Verein Bergstraße e.V.
Sparkasse Bensheim, IBAN: DE89 5095 0068 0005 0000 54 , BIC: HELADEF1BEN
Volksbank Darmstadt-Südhessen eG, IBAN: DE69 5089 0000 0004 8702 04, BIC: GENODEF1VBD
oder hier online

Hospiz Bergstraße gemeinnützige GmbH
für die aktuelle stationäre Hospiz-Arbeit
Sparkasse Bensheim, IBAN: DE39 5095 0068 0003 0730 79 BIC: HELADEF1BEN
oder hieronline

Impulse-Stiftung
zur Unterstützung von Menschen, die aufgrund schwerer Erkrankung in finanzielle Not geraten sind
Sparkasse Bensheim, IBAN: DE38 5095 0068 0002 1256 98, BIC: HELADEF1BEN

Zustiftungskonto:

Hospiz-Stiftung Bergstraße
zur nachhaltigen Förderung der Bergsträßer Hospiz-Arbeit
Sparkasse Bensheim, IBAN: DE85 5095 0068 0005 0300 02, BIC: HELADEF1BEN
Kennwort: Zustiftung

Spenden und Zustiftungen sind bei Ihrer Steuererklärung abzugsfähig.
Wenn Sie bei Ihrer Überweisung Name und Adresse angeben, erhalten Sie eine Zuwendungsbescheinigung.

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Kontakt

Hospiz-Verein Bergstraße e.V.
Margot-Zindrowski-Haus
Sandstraße 11
64625 Bensheim
Tel.: 06251-98945-0
post@hospiz-verein-bergstrasse.de