Der Hospizgarten - Refugium, Begegnungsort und vielfältiger Lebensraum

„Einfach mal rauskommen“ – die gängige Redensart wird am Ende des Lebens oftmals zur Sehnsucht. Noch einmal die Natur in ihrer Vielfalt erleben und spüren, mit ihrem Reichtum an Düften, Geräuschen und Anblicken, das ist der Wunsch vieler unserer Gäste. Unser schöner Hospizgarten kann diesen Wunsch sehr oft Wirklichkeit werden lassen.

Der Garten

Der Hospizgarten grenzt direkt an das stationäre Hospiz, ist erreichbar über die Terrasse vor dem Haus und in weiten Teilen rollstuhlgerecht angelegt.

Eine zweckgebundene Spende gab den Anstoß zur Anlage des Gartens. Zahlreiche innovative Projekte und Aktionen und der unermüdliche Einsatz vieler ehrenamtlicher HelferInnen ermöglichten es, ihn als Ort der lebendigen Vielfalt, Begegnung, Erholung und Umweltbildung zu verwirklichen. Wo früher Brombeeren wucherten, gibt es nun eine Wildblumenwiese mit alten Obstbäumen und Bienenstöcken sowie den „Weg der Erinnerung“ mit vielen Duftpflanzen. Im Sinne der Hessischen Biodiversitätstrategie wurden einheimische Pflanzenarten angesiedelt. Benjeshecken und Trockenmauern schaffen Lebensräume für Kleintiere und Insekten und die vom NABU aufgehängten Vogelhäuschen werden von zahlreichen Vogelarten angenommen. Ein Kräutergarten bereichert in seiner Vielfalt nicht nur den Garten, sondern auch den Speiseplan der Hospizküche.

Terasse direkt am Hospiz
Küchengarten
Pavillon - Treffpunkt der Kindertrauergruppe
Blick aus dem Rollstuhl
Ruhebank im Garten
Pavillon - Treffpunkt der Kindertrauergruppe

Heute sind Norbert Pfuhl, Vorstand im HospizVerein Bergstraße und Lisa Felker, Koordinatorin seit 2020, verantwortlich für den Hospizgarten.

Unser Dank gilt den Pionieren dieses Projektes für ihre Initiative und die maßgebliche Aufbauarbeit: Dr. Wolfgang Nieswandt und Prof. Dr. Albert Mühlum (von links).

Dr. Wolfgang Nieswandt
Prof. Dr. Albert Mühlum

Aufgaben, Sinn und Ziel unseres Hospizgartens

Ein Hospizgarten erweitert den Lebensraum der BewohnerInnen und ihrer Angehörigen nach draußen. Hier können sie zusätzlich Kraft schöpfen, finden Entspannung und Ablenkung.

Gerade in der letzten Lebensphase wird der Aufenthalt in der Natur als wohltuend und sehr bereichernd empfunden. Blütendüfte, Insektensummen, der Blick auf Pflanzen oder in die Ferne wirken sich in vielfältiger Weise aus. Anspannungen können sich lösen, Gedanken sich neu ausrichten. Im Grünen gewinnt man Abstand, kommt zur Ruhe. Pflanzen spiegeln den Zyklus vom Wachsen und Sterben wider. So kann der Hospizgarten ein Ort sein, an dem sich Schmerz, Tod und Trauer als Teil des Lebens besser aushalten lassen.

Unser Hospizgarten soll auch Begegnungsort sein, für unsere Gäste untereinander, mit ihren und anderen Angehörigen und BesucherInnen. Gespräche gelingen draußen oft besser, Kontakte werden leichter geknüpft. Er bietet Raum für Gedenkfeiern, Treffen von Ehrenamtlichen und unsere Kindertrauergruppe.

Der Garten dient unseren MitarbeiterInnen alsErholungsort. Hier können sie ihre Kräfte auftanken, zur Ruhe kommen oder sich ungestört austauschen. Er kann nach Absprache für in- und externe Fortbildungen und thematisch passende Veranstaltungen genutzt werden und bietet Gelegenheit, sich allen Themen rund um Sterben, Tod und Trauer, z. B. im Rahmen einer unserer angebotenen Führungen, zu nähern.

Haben Sie Interesse an unserem Hospizgarten? Dann machen wir Ihnen folgende Angebote:

  • Ehrenamtliche Mitarbeit bei Arbeitseinsätzen im Garten
  • Bienenführungen für externe Gruppen ab Kindergartenalter, auf Anfrage
  • Gartenführungen für externe Gruppen, auf Anfrage

Wenn Sie Fragen haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auf Sie.

HospizVerein Bergstraße e. V., Am Wambolterhof 4-6, 64625 Bensheim

Lisa Felker

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Lisa Felker